Aktuelles

“3 Jahre Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex: Eine Bilanz”

Ein Gespräch über die Aufarbeitung der NSU-Mordserie in den letzten drei Jahren zwischen Özge Pinar Sarp von NSU-Watch/apabiz und der Rechtsanwältin Anna Luczak, moderiert von Elif Amberg.

 

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der vom Bündnis gegen Rassismus organisierten Demo am 1.11.2014 anlässlich des dritten Jahrestags der Selbstaufdeckung der rechten Terrorzelle NSU.

 

Anna Luczak, die im NSU-Prozess die Nebenklage unterstützt, gibt einen kurzen Abriss über die neuesten Entwicklungen im Prozess und berichtet von den juristischen und politischen Möglichkeiten, mehr über die Hintergründe der Mordtaten herauszufinden.

Özge Pinar Sarp wiederum reflektiert die Auseinandersetzung mit dem NSU in der migrantischen Community. Dabei wird auch die mediale Berichterstattung reflektiert.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an diejenigen, die über den NSU-Komplex noch nicht so viel wissen, bietet aber auch Raum für tiefergehende Fragen und Diskussionen.

(Veranstaltung in deutscher Sprache (bei Bedarf auch türkische Übersetzung))

 

Freitag, 24.10.2014 um 20:00 Uhr

Versammlungsraum im Mehringhof

Gneisenaustr. 2a, Berlin

U-Station Mehringdamm

 

Buchvorstellung: Indien – Größte Demokratie der Welt?

Dominik Müller
Indien: Größte Demokratie der Welt?
Marktmacht. Hindunationalismus. Widerstand.
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Wirtschaftlich prosperierend, kulturell vielfältig – das ist das Bild, auch viele Medien in Europa gerne von Indien zeichnen. Hunger und Ausbeutung kommen bisweilen auch zur Sprache. Aber sie gelten in der Regel nicht als Preis, der für den wirtschaftlichen Erfolg bezahlt wird, sie werden nicht in Verbindung gebracht mit dem exorbitanten Reichtum, den westliche Konzerne auf Kosten der Bevölkerung generieren – bzw. die indischen Global Players, die auch vom Elend profitieren.
In Reportagen, Interviews und Essays führt uns der Autor in abgelegene Dörfer Indiens und klimatisierte Büros von Industrieverbänden, läßt Kleinbauern, Straßenhändler, Geschäftsleute, Hindunationalisten, Anti-Akw-Aktivisten und Whistle-Blower aus dem nuklearen Establishment zu Wort kommen. Dabei zeichnet er ein sehr ernüchterndes Bild des Subkontinents: soziale Widersprüche beantwortet die Politik in Indien zunehmend mit autoritären und repressiven Mitteln. Konzerne aus dem In- und Ausland sehen in den vergangenen Jahren ausgerechnet bei den rechten Hindu-Nationalisten die politischen Garanten ihres vermeintlichen Erfolgsmodells.
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Montag, 6. Oktober 2014 | 20:00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2a
U Mehringdamm

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Veranstaltet von: Schwarze Risse |Assoziation A | Mehringhof e.V.

Buchvorstellung: Casa Pound Italia am 26.September 2014

Buchvorstellung und Diskussion mit  dem Autor Heiko Koch

Seit 10 Jahren existiert die populistische Bewegung CasaPound Italia. Ihre Wurzeln sieht sie im historischen Faschismus zu Beginn der 1920er Jahre; in der Zeit als der italienische Faschismus noch nicht Regime, sondern eine Bewegung mit revolutionärem Anstrich war und sich mit Terror und Gewalt den Weg zur Macht ebnete.

Die Anhänger CasaPounds nennen sich »i fascisti del terzo millennio«, die Faschisten des 3. Jahrtausends. Sie agieren mit aggressiv vorgetragenen Sozialforderungen, vordergründigem Anti-Kapitalismus und national-revolutionären Parolen. Dabei arbeiten sie bewusst mit den Folgen der aktuellen ökonomischen Krise und inszenieren sich als soziale Opposition von rechts außen.
Mit einem breiten Angebot von sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten und unter Ausschöpfung moderner Kommunikationsmittel hat es CasaPound geschafft, sich von Rom aus über die ganze Apenninische Halbinsel zu verbreiten.

Von Subkulturen und der radikalen Linken adaptierte Aktionsformen, jugendgerechtes Auftreten, popkulturelle Ästhetik und Lifestyle lassen von CasaPound das Bild einer vielfältigen und dynamischen Bewegung entstehen, die jedoch nach innen straff autoritär geführt wird.

Heiko Koch legt mit seinem Buch eine äußerst lesenswerte Darstellung dieser Bewegung vor. Der Anspruch, mit dem Buch einen ›Steinbruch‹ für die weitere Auseinandersetzung zu schaffen, gelingt. Dazu tragen auch die zahlreichen Fotos und Abbildungen bei.

Buchladen Schwarze Risse

Freitag, 26. September | 20:00 Uhr

Mehringhof/Gneisenaustr. 2a

U-Bahnhof Mehringdamm

 

Eintritt frei!

Buchvorstellung: Antimuslimischer Rassismus am 22.September 2014

Als höchst polarisierendes Phänomen entpuppt sich antimuslimischer Rassismus in der Politik, in den Medien, in gesellschaftlichen Diskursen wie auch in der Forschung. Spätestens seit den 1990er Jahren, und noch einmal verstärkt seit dem 11.September 2001, werden integrations-, migrations- und sicherheitspolitische Themen mit MuslimInnen und »dem Islam« in Verbindung gebracht.
Während in Debatten rund um Kopftuch, Moscheen und Demokratiedefizite alte und neue rassistische Stereotype und Argumentationsfiguren alltäglich geworden sind, scheint die antirassistische Bewegung gelähmt.
Die vorgestellte Einführung trägt dazu bei, antimuslimischen Rassismus theoretisch zu verorten und eine emanzipatorische Diskussionsgrundlage für die antirassistische Praxis ­anzubieten.

Buchladen Schwarze Risse

Montag, 22. September | 20:00 Uhr

Mehringhof/Gneisenaustr. 2a

U-Bahnhof Mehringdamm

 Eintritt frei!

Macht und Recht im Betrieb Der “Fall BMW-Berlin”

Frank Steger [Hg.]

Macht und Recht im Betrieb
Der “Fall BMW-Berlin”

Während sich die Bekämpfung der Gewerkschaften in den USA zu einem
milliardenschweren Gewerbe entwickelte, waren die dort angewandten
Strategien des *»*Union-Busting*«* hier noch weitgehend unbekannt. Dies
hat sich in der Zwischenzeit jedoch deutlich verändert. Eine aktuelle
Studie der Otto-Brenner-Stiftung spricht „von einer neuen Qualität
antigewerkschaftlichen und mitbestimmungsfeindlichen Vorgehens“ in
Deutschland.

Das vorliegende Buch ist eine Reise in die Vergangenheit, zu den
Anfängen dieser aggressiven Unternehmensstrategie. Ort der Handlung: das
Motorradwerk der BMW AG in Berlin-Spandau. Zeitschiene: 1984-87.
Zentrale Fragen: Sind nur noch Betriebsräte und
‚Gewerkschafts‘-vertretungen erlaubt, die dem Unternehmen genehm sind?
Kann es sich diese gleich selbst zusammensetzen?

Das Buch dokumentiert eine dreijährige heftige Ausein­andersetzung um
die Kündigung von IG Metall-Betriebsräten. Diese konnten letztlich das
Recht der Belegschaft, die eigene Interessenvertretung ohne fremde
Einflussnahme zu wählen, erfolgreich verteidigen. Das Lehrstück über
Macht und Recht im Betrieb wirft auch die Frage auf, wie Gewerkschaften
ihre Autonomie verteidigen können und wie sie mit auseinander laufenden
Interessen ihrer Mitglieder umgehen sollen.

358 Seiten         14,95 €

Ulrike Heider: Vögeln ist schön

 Buchvorstellung & Diskussion am 8.09.2014

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»Vögeln ist schön« stand 1968 als Graffito an einem Provinzschulhaus. Die, die es geschrie­ben hatten, wurden dafür vor Gericht gestellt. Was ist Sexualität? Ist sie gefährlich und schmutzig? Stiftet sie Frieden, oder dient sie der Macht und dem Kampf? Bedarf sie der Freiheit oder des Ver­bots? Was ist sie für Kinder?

Ulrike Heider interpretiert verschiedenste Ant­worten auf solche Fragen im historischen und politischen Zusammenhang. Sie hat eine Geschich­te und Ideengeschichte der Sexuellen Revolution geschrieben und ihre Inhalte mit späteren Sexual­diskursen verglichen. Mit oft scharfer Kritik und der Würze persönlicher Erinnerungen schickt die Auto­rin den Leser auf eine ideologische Zeitreise von den 1950er Jahren bis heute. Drastisch schildert sie Verbote, Zensur und Doppelmoral zu Zeiten des kalten Krieges. Mit Vergnügen lässt sie die Sexre­volte von 1968 aufleben, berichtet von Skandalen an Gymnasien, von der Freien Liebe antiautoritärer Studenten.

Als man die „geistig moralische Wende“ ausrief, war der kurze Sommer des „Make Love not War“ vorbei. Ein pessimistisches Bild von Sexua­lität gewann an Einfluss, das heute in erotischen Bestsellern wie „Shades of Grey“ oder „Feuchtge­biete“ weiterlebt. Eine Mischung aus scheinbarem Tabubruch und herkömmlichem Sexualkonserva­tismus feiert mediale Trümpfe.

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Buchladen Schwarze Risse

Montag, 8. September | 20:00 Uhr

Mehringhof/Gneisenaustr. 2a

U-Bahnhof Mehringdamm