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„NO to the Wall of Shame“-Migrantische Kämpfe in Calais am 3.2.2015

NO to the Wall of Shame“-Migrantische Kämpfe in Calais

Die Auswüchse der prekären europäischen Einwanderungspolitik manifestieren sich nicht nur im Mittelmeer sondern auch mitten im Herzen Europas. Mit seiner spezifischen geographischen Lage ist Calais seit mehr als 20 Jahren ein Brennpunkt für Auseinandersetzungen und Konflikte um Grenzen und Bewegungsfreiheit im Zuge der sich immer mehr verschärfenden europäischen Migrationspolitik. Jährlich durchqueren mehrere tausend Migrant_innen die Stadt. Sie kommen aus Ländern wie Sudan, Eritrea, Syrien oder Afghanistan. Von hieraus hoffen sie auf eine Gelegenheit, versteckt in oder unter einem LKW nach Großbritannien übersetzen zu können, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Bis ihr Versuch gelingt , vergehen oft mehrere Monate, während denen sie starker Polizeirepression ausgesetzt sind. Mit Hunden, Herzschlagdetektoren, LKW-Röntgengeräten und Atemluftscannern machen Grenzschützer auf beiden Seiten des Ärmelkanals Jagd auf Migrant_innen. Gleichzeitig macht seit einigen Jahren die rechtsextreme Bürgerbewegung „Sauvons Calais!“(zu deutsch: „Retten wir Calais“) gegen die Migrant_innen mobil.

Der langjährige Aktivist Philippe Wanneson, sowie ein/e Aktivist_in der no-border-Gruppe Calais berichten an diesem Abend über die gegenwärtige Situation, sowie Solidarität, Unterstützung und migrantischen Aktivismus.

Begleitend zeigen Student_innen des Studiengangs Raumstrategien der Kunsthochschule Weissensee Arbeiten, die aus ihrer einwöchigen Recherche heraus im Juni 2014 in Calais entstanden sind.

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Dienstag, den 3.Februar 2015 um 19:00 Uhr

Versammlungsraum im Mehringhof

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

U-Station Mehringdamm

 

Veranstaltet von borderline-europe und Buchladen Schwarze Risse

 

Katalog 2014

Wie jedes Jahr haben wir auch diesmal wieder einen zauberhaften kleinen Katalog zusammen gestellt.

Auf’s Bild klicken und downloaden.

1.12.2014:Lesung und Buchvorstellung: Languages of Resistance

Languages of Resistance

1: Performativity and Cultural Political Translation explores how “difficult language can change a tough world,” in the words of Judith Butler. Reading Butler’s works, it attempts to stage a dialogue among activism and philosophy, theory and practice, materiality and language. Without exactly de-constructing these dichotomies, each term is interwoven not only with its other, but also in the fabric of thinking and action. Refusing the dominant consumerist approach to knowledge, a performative writing calls for a performative reading. Weaving these themes through the works of Walter Benjamin, Audre Lorde and others the book dares (us) to think in translation. The number 1 in the title indicates an invitation and opening without conclusion.

Die Autorin Maya Nitis lehrte u.a Englisch und über das Werk von Judith Butler und ist z.Z. Lehrerin in der Schule für Erwachsenenbildung (SFE).

Die Lesung und anschliessende Diskussion wird in englischer, bei Bedarf auch in deutscher Sprache gehalten!

 

Montag, den 1.Dezember 2014

um 20:00 Uhr

im Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a / Berlin

U-Station Mehringdamm

 

Eintritt frei !

Buchpräsentation “Grenzregime II. ” am 24.11.2014

»Grenzregime II. Migration. Kontrolle. Wissen. Transnationale Perspektiven«

Mit: Gerda Heck (Autorin), Stefanie Kron und Miriam Trzeciak (Herausgeberinnen)

Tausende Menschen kommen jährlich durch die Grenzsicherungssysteme der EU oder Nordamerikas ums Leben. Sie ertrinken im Mittelmeer, verdursten in der Wüste oder „verschwinden“ einfach. Dennoch verschärfen die EU und die USA fortwährend ihre sicherheitspolitischen und legislativen Abwehrmaßnahmen. Dies zeigt sich beispielsweise an der kürzlich verabschiedeten Neuregelung zu sicheren Drittstaaten im deutschen Asylrecht.

Dieses Buch versteht Grenzen als ein zentrales Konfliktfeld der Globalisierung, an denen sich Kämpfe um die Neuzusammensetzung von Arbeit und Kapital, um Staatlichkeit, Rechte und soziale Ungleichheiten verdichten. Die Autor_innen des Bandes nehmen eine transnationale Perspektive ein und fühlen sich aktivistisch-partizipativen Forschungsstrategien verpflichtet. Ihre Texte analysieren neue Konzepte von Grenzen, Grenzsicherung und Kämpfen um Grenzen im globalen Kontext. Betrachtet werden dabei nicht nur kontrollpolitische Maßnahmen, sondern auch Formen der Subversion und des Widerstands von Migrierenden selbst.

So haben sich in den vergangenen Jahren neue Akteur/innen und Formen von Protest gegen den Rassismus und die Ausgrenzungsmechanismen aktueller Grenzkontrollpolitiken herausgebildet: Sans Papiers, Indocumentados und Refugees organisieren ihre Proteste selbst. Sie beziehen sich auf die universellen Menschenrechte und fordern neue Debatten um Citizenship, soziale Ungleichheit und politische Repräsentation heraus.

Montag, den 24. November | 20 Uhr |

Buchladen   Schwarze Risse 

Gneisenaustraße 2a

10961 Berlin

(U_Station Mehringdamm)

Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Lesung mit Bernd Langer

Unter »Antifa« kann sich wohl jede/r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion. In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis. Das Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für AktivistInnen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

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Freitag, 21.11.2014 
um 20:00 Uhr Buchladen Schwarze Risse  
Gneisenaustr. 2a, Berlin U-Station Mehringdamm

Film und Diskussion: Verdrängung hat viele Gesichter

Film mit anschließender Diskussion – Über Eigentumsbildung innerhalb der Linken, Widersprüche und Brüche. Und inwieweit die Eigentumsbildung auch als Kampfansage an arme Menschen zu bewerten ist?

Berlin hat schon seit längerem mit der Gentrifizierung und ihren Opfern zu kämpfen. Immer mehr Bürger lehnen sich auf gegen Wuchermieten und versuchen mit allen Mitteln ihren “Kiez” zu verteidigen. Das Filmkollektiv Schwarzer Hahn vermittelt in seinem Dokumentarfilm “Verdrängung hat viele Gesichter” einen Eindruck, was auf den Straßen der Hauptstadt vor sich geht.

2009 gab es innerhalb der Linken eine Debatte entlang Gentrifizierung und sogenannter Baugruppen. Mitglieder einer linken Gruppe verteidigten nach einem offenen Brief das Wohnen ihrer MitgliederInnen in eigentumsorientierten Baugruppen um sich dann der Erwiderung gänzlich zu entziehen. Sie waren nicht die einzigen Linken, die sich in die Privatheit der Baugruppe verabschiedeten. Im Kern wurde sich der politischen Auseinandersetzung verweigert. Nun liegt ein filmisches Dokument vor, das nicht nur den Kampf gegen eigentumsorientiertes Bauen festhält, sondern auch die Argumente der Gegenseite in dem Konflikt. Entlang der Besitz- und Eigentumsverhältnisse dekliniert der Film die Frage nach Eigentum in seiner Wirkung, als Kampfansage gegen Besitzlose und Arme, politisch durch.

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Trailer: http://www.kino-zeit.de/filme/trailer/verdraengung-hat-viele-gesichter

 

Montag, 17.11.2014 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a, Berlin

U-Station Mehringdamm