Aktuelles

Buchvorstellung & Dikussion: Krisen – Kämpfe – Kriege mit Detlef Hartmann

»Jahrhundert-Tsunami«, so nannte A. Greenspan, der einst mächtigste Banker der Welt, die blasenarge Kreditwelle, die 2008 die Welt-wirtschaft überrollte. Der Tsunami war gewollt, die Blase absichtlich, der Zusammenbruch wissentlich herbeigeführt.
Nicht, um die Gier der Zocker im Kapitalismus-Kasino zu befriedigen, wie die bequemen Legenden es wollen, sondern um die alte Welt zu zertrümmern und die kapitalistische Macht zu erneuern. Hartmann erzählt, wie die Fed (Federal Reserve Board) die Start-Up-Unternehmen der aufkeimenden Internetökonomie in den 1990er Jahren mit billigem Geld unterfütterte und eine erste Blase erzeugte.
Ihr Ziel war die Erneuerung amerikanischer Hegemonie und ein Schlag gegen die Resistenzen der Arbeiter*innen. Mit der zweiten Welle des Tsunami wurde die Offensive fortgeführt. Hunderte neuer Unternehmen speisten sich aus den Nachfrage-impulsen der spekulativ aufgeblähten Hauswerte.
.
Freitag, 12. Februar 2016 | 20 Uhr
Schwarze Risse | Gneisenaustr. 2a
Veranstaltet von: Schwarze Risse | Assoziation A | Mehringhof e.V.

Eintritt frei!

Diskussionsveranstaltung: Gesellschaftskritik aktuell – Welche Theorie und welche Begriffe für welchen Kampf?

Detlef Hartmann und Karl Reitter sind radikale Gesellschaftskritiker, die sich auf einen dynamischen Begriff des Kapitals beziehen und für die die Kämpfe der Klasse gegen die Zumutungen des Kapitals im Zentrum ihrer Betrachtungen stehen. Karl Reitter legte zuletzt seine Perspektive in dem Sammelband „Karl Marx. Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?“ dar, Detlef Hartmann in der Auseinandersetzung mit der Finanzkrise 2008 in seinem Buch „Krisen – Kämpfe – Kriege.“ Beide der Neuen Linken entstammende Autoren veröffentlichten zuletzt Aufsätze in dem Sammelband „Deutschland.Kritik“, in dem sie auf ihre Art darauf hinwiesen, dass eine kritische Theorie der Gesellschaft den nationalstaatlichen Rahmen sprengen muss und auf Kämpfe wie die globale Dynamik des Kapitalismus zu reflektieren hat. Welche Bedeutung haben dabei beispielsweise marxistische Begriff wie „Proletariat“ und „Produktivkräfte“? Sie wollen über ihre Zugänge zu diesen Fragen referieren und diskutieren im Gespräch mit dem Herausgeber von „Deutschland.Kritik“, Gerhard Hanloser.

.

Donnerstag, 11. Februar 2016 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a (U Mehringdamm)

Eintritt frei!!!

Sonnenburg – Ort des europäischen Widerstands oder nationaler Gegenkultur?

Buchvorstellung am 22. Januar 2016 um 20:00 Uhr:

„Das KZ und Zuchthaus Sonnenburg“ Buchvorstellung und Diskussion mit Kamil Majchrzak vom Internationaler Arbeitskreis zum Gedenken an die Häftlinge des KZ und Zuchthauses Sonnenburg bei der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)

Das etwa 100 km von Berlin entfernte polnische Słońsk (ehemals Sonnenburg) wird bislang in der deutschen Erinnerungskultur kaum wahrgenommen. Das KZ Sonnenburg wurde 1933 zu einem der größten frühen Konzentrationslager im Freistaat Preußen. Den Nationalsozialisten diente es zur Ausschaltung der Opposition. Neben Carl von Ossietzky, Erich Mühsam und Hans Litten wurden überwiegend Aktivisten der KPD, SPD und Gewerkschaften inhaftiert. Ab April 1934 wieder als Zuchthaus genutzt, internierten die Nazis in der Haftstätte europäische Widerstandskämpfer aus den deutschen Besatzungsgebieten. Kurz vor der Befreiung es Zuchthauses durch die Rote Armee ermordete in der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 ein SS-Kommando 819 Gefangene aus vielen Ländern Europas.

Die Beschäftigung mit der Geschichte des KZ und Zuchthauses Sonnenburg bietet die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit europäischen Perspektiven der Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus. Zugleich ermöglich Sonnenburg Zugänge betreffend der Möglichkeiten des Widerstands gegen den Faschismus in Deutschland und im besetzten Europa. Die Berliner VVN-BdA hat sich in den letzten Jahren intensiv darum bemüht, dass Słońsk als ein wichtiger europäischer Gedenk- und Erinnerungsort wahrgenommen wird. So beteiligte sich der Internationale Arbeitskreis zum Gedenken an die Häftlinge des KZ und Zuchthauses Sonnenburg bei der Berliner VVN-BdA maßgeblich an der am 30. Januar 2015 eröffneten neuen Dauerausstellung im rekonstruierten „Museum der Martyrologie der Häftlinge – Opfer des Hitlerismus in Słońsk/Sonnenburg“ über die Geschichte des KZ und Zuchthauses Sonnenburg von 1933 bis 1945. Gleichzeitig erschienen in Zusammenarbeit mit Historiker_innen und erinnerungspolitischen Mitstreiter_innen aus Polen, Westeuropa, Norwegen und Deutschland erstmals eine deutsche und eine polnische Publikation zum Thema.

.

Freitag, 22 Januar 2016 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a (U Mehringdamm)

Eintritt frei!!!

Katalog 2015

Jetzt isses wieder soweit!

 

Auch dieses Jahr haben wir wieder einen kleinen aber feinen Katalog zusammen gestellt.

 

Auf’s Bild klicken und downloaden

“In Our Own Words”- Mit unseren eigenen Worten-

Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen

In 2013 we, the activists from International Women Space (IWS), set ourselves the task of documenting the lives and stories of refugee women in Germany. We approached the project in the Latin American tradition of testimonial literature – looking to amplify the voice of the voiceless.

“In contrast to conventional writing about the colonial situation, which is produced at the centers of global power and near the apices of class difference, testimonial literature is produced by subaltern peoples on the periphery or the margin of the colonial situation. Thus the margins of empire are now „writing back“ in an overdue attempt to correct the Western canon and its versions of „truth“. Testimonial literature has been defined by George Yuidice as an authentic narrative, told by a witness who is moved to narrate by the urgency of a situation (e.g., war, oppression, revolution, etc.).” – Voices for the Voiceless

Two years on, after many stories being exchanged and many women working collectively on this project, IWS is pleased to announce the launch of IN OUR OWN WORDS. The book contains texts by and about women and includes 10 testimonials of refugee women in Germany: women who could have migrated, but wouldn’t have been given a visa. Women who became refugees in their own regions before attempting to reach Europe by the deadly routes available. Women fleeing war, poverty and environmental disasters caused by corporation’s greed, women fleeing persecution for not conforming to the gender they were assigned at birth. Women running away from their own families for not accepting domestic violence perpetrated by patriarchy.

IN OUR OWN WORDS is a documentation of brave women who have fought difficult realities, we are sure it will inspire us all in the struggle for emancipation. The choice of the launch date, the 25th of November, is not accidental – it is the International Day for the Elimination of Violence against Women. Violence, specifically violence against women and gender persecution as well as the ways women find to survive such oppressions are common themes of the life experiences recorded in this book. One of IWS’s main demands is the right of women to be granted asylum on specific gender-persecution grounds, without fear of removal or deportation.

The International Women Space is a feminist political group of migrant and refugee women in Germany, it was formed in 2012 within the occupation of the Gerhart-Hauptmann School in Berlin Kreuzberg. IWS challenges dominant knowledge structures and fights against discriminatory policies and practices, which oppose the emancipation of refugee and migrant women and all women.

 

 engl.dtsch.                                                   256 Seiten                                  7,00 €

Buchvorstellung: “In guter Gesellschaft? Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe” 16.12.15

Der NSU-Prozess scheint auf sein Ende zuzugehen. Eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den rassistischen Strukturen, in denen der NSU hat agieren können, hat noch kaum begonnen. Charlie Kaufhold analysiert in ihrem Buch die Zeitungsberichterstattung über die Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess Beate Zschäpe aus Genderperspektive. Dabei geht sie der Frage nach, wie die stark vergeschlechtlichten Darstellungsweisen von Zschäpe historisch und politisch zu erklären sind. Die zentrale These hierzu ist: Die Dominanzgesellschaft erhält durch die vergeschlechtlichte Berichterstattung über Zschäpe die Möglichkeit, sichnicht mit eigenen (rassistischen) Strukturen beschäftigen zu müssen. Und das hat historische Vorläufer…
.
.

.

.

Mittwoch, 16 Dezember 2015 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a (U Mehringdamm)

Eintritt frei!!!