Aktuelles

Frankreich: Wird Gelb das neue Rot ? Diskussion mit Willi Hajek(Marseille)

Ein Jahr lang haben die Gelbwesten landesweit mit verschiedensten Aktionen und überraschenden

Einfällen das Macron-Regime in Frankreich herausgefordert.

Bis heute steht die Forderung »Macron muss zurücktreten«.

Trotz brutalster Polizeieinsätze, juristischer Verfolgung,

schwerster Verletzungen und scharfer Kritik in der Presse existieren sie immer noch und sind weiter-

hin mutig und handlungsbereit im Kampf für soziale Gleichheit und eine neue demokratische Organisation der Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Armen und der Mehrheit orientiert.

Verändert hat sich in dieser Zeit auch das Verhältnis zu den gewerkschaftlichen und anderen sozialen Bewegungen wie etwa der ökologischen  Bewegung. Es findet ein realer Annäherungsprozess mit gemeinsamen

solidarischen Aktionen statt. Auch viele Medienschaffende, Künstler*innen, Anwält*innen und

Abgeordnet*innen des rebellischen Frankreichs (France insoumise) in der Nationalversammlung stehen

an Ihrer Seite.

Gleichzeitig wird die von der Macron-Regierung beabsichtigte Rentenkürzung durch die Gewerkschaften bestreikt. Die Streiks, die mittlerweile länger andauern als im Pariser Mai 68, werden über die Kraft der Wider-

standsbewegung in den nächsten Jahren entscheiden. Wesentlich wird dabei die Frage nach der Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen sein .

 

Willi Hajek lebt seit langem in Frankreich und arbeitet eng mit sozialen Bewegungen und Gewerkschaften

zusammen. Veröffentlichung (als Hg.): »Gelb ist das neue Rot« (Die Buchmacherei, 2020).

 

 

Dienstag, 4.Februar 2020 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-station Mehringdamm

Eintritt frei!

Buchvorstellung & Gespräch: Die Welt sind wir – Buen Vivir und die Verteidigung von Lebensräumen in Mesoamerika

Über ein Jahr tauschte sich die Karawane Mesoamerika für das Buen Vivir der Menschen im Widerstand mit 17 zumeist indigenen Gemeinden aus, die ihre natürlichen Gemeingüter gegen Monokultur, Wasserkraft-, Windkraft- oder Bergbauprojekte verteidigen.

Sie dokumentierten Konflikte, Widerstands- und Lebensformen der Gemeinden und teilten praktische Erfahrungen in den Bereichen kommunitäre Medien, sachgerechte Technologien, kritische Kartografie, biologische Landwirtschaft…

Zwei Jahre nach ihrer Rückkehr haben sie ein Buch herausgebracht, das Interviews, Recherchen, Reflexionen seitens der caravanerxs, Infografiken, kunstvolle Illustrationen und praktische Anleitungen zu einem lebendigen und reichhaltigen Sammelband von Erfahrungen vereint. Eine der Mitautor*innen wird vor Ort sein und das Buch anhand von Auszügen, Videos und Anekdoten vorstellen.

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Donnerstag, den 23. Januar 2020 

20:00 UhrBuchladen Schwarze Risse

veranstaltet von Schwarze Risse & FDCL

Gneisenaustr. 2a/ Mehringhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!

Buchvorstellung: Hanloser – Die andere Querfront. Skizzen des antideutschen Betruges

Aus antideutschen Linken wurden Flüchtlingsfeinde, Souveränisten oder Verteidiger der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung. In einer historischen Skizze soll dieser beispiellose Zerfall kritischen Denkens nachgezeichnet und aufgeklärt werden.

Als 1989/90 die DDR unterging, geriet auch die bundesrepublikanische Linke ins Schlingern. Mit dem größer werdenden Deutschland verstärkten sich überwunden geglaubte reaktionäre Ideologien wie Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Im Glauben, diese Übel abzuwehren, trommelten einige Intellektuelle aus der Linken für den Golfkrieg 1991, formierten sich als leidenschaftliche Bellizisten anlässlich des »War on Terror«, des Kriegs gegen den Irak 2003 und gegen Libyen durch die NATO 2011. Ein Teil der Antideutschen befleißigt sich einer ›Islamkritik‹, der auch rassistische Invektiven nicht fremd sind. Vor allem fand ein markanter Wechsel in der Bündnispolitik statt.

In Zeiten der AfD und des neuen Rechtsrucks sind ausgerechnet die vormaligen ›Antideutschen‹ Fürsprecher neuer Grenzziehungen und einer restriktiven Flüchtlingspolitik. Dass der prominenteste Antideutsche der 90er Jahre, Jürgen Elsässer, mittlerweile zu dem Kopf einer neuen rechten nationalistischen Bewegung wurde, erstaunt nur jene, denen die Antideutschen ein Buch mit sieben Siegeln sind.

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Dienstag, 14. Januar 20.00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a/ Mehringhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!

 

SCHWARZE RISSE EMPFIELT 2019 :

Unsere Empfehlungen 2019!

Wie jedes Jahr wirds auch 1e Printausgabe geben!

Kommt vorbei, schaut rein und nehmt sie mit!

Hier der link :  risse_2019_web

Aufstand in Hongkong – Bericht zu den aktuellen Kämpfen am 6.12.2019

 

Ein Augenzeugenbericht (mit Videos und Fotos) von Ralf Ruckus

Am 18. November 2019 kam es in Hongkong zu stundenlangen Straßenschlachten zwischen der Polizei und mehreren Tausend Protestierenden. Unmittelbarer Auslöser war die Umzingelung der besetzten Polytechnischen Universität durch die Polizei seit dem Vortag und das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung. In der Woche davor war der Berufsverkehr tagelang blockiert oder behindert worden, in der Innenstadt demonstrierten täglich Tausende Büroangestellte und besetzten Straßenkreuzungen, Universitäten wurden besetzt und in mehreren Vorstädten kam es zu Ausschreitungen. Dies ist der letzte Höhepunkt einer Aufstandsbewegung, die vor sechs Monaten entstand. Sie richtet sich gegen den zunehmenden Einfluss des rechten, autoritären Regimes der Kommunistischen Partei Chinas in der Stadt sowie die örtliche Regierung und Polizei und fordert eine Demokratisierung Hongkongs. Ein großer Teil der Bevölkerung der Stadt unterstützt die Bewegung und auch den „schwarzen Block“ der Jugendlichen, der sich mit Molotowcocktails gegen die Angriffe der Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen zu Wehr setzt. Ralf Ruckus wird über den Aufstand, die Zusammensetzung, die Organisierungs- und Kampfformen sowie die Grenzen und Widersprüche der Bewegung berichten.

 

Freitag, 6.Dezember 20.00 Uhr

Schule für Erwachsenenbildung(SFE)

Gneisenaustr. 2a/Mehringhöfe

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!

Kommt alle!

 

Buchvorstellung: „Das eigene Schicksal selbst bestimmen“ 10.12.2019

 

Lesung und Diskussion mit der Autorin Franziska Bruder:

„Das eigene Schicksal selbst bestimmen“

Fluchten aus Deportationszügen der „Aktion Reinhardt“ in Polen

Von März 1942 bis Herbst 1943 wurden 1,5 Millionen Juden und Jüdinnen, die meisten davon ehemalige polnische Staatsangehörige,

zumeist per Zug in die NS-Vernichtungslager Treblinka, Bełżec und Sobibór deportiert und dort ermordet.

Nachdem die Funktion der Lager bekannt geworden war,

bereiteten sich viele Jüdinnen und Juden auf die Flucht vor

und sprangen unter Lebensgefahr aus den schnell fahrenden und schwer bewachten Todeszügen.

Franziska Bruder zeichnet anhand der Biografien von jüdischen Springerinnen und Springern und ihrer Kameraden nach,

wie mutig und schmerzhaft die Entscheidung zu springen für Mütter und Väter, Kinder, Enkel, Geschwister, Geliebte, Freunde und Freundinnen, Genossinnen und Genossen war – denn fast immer bedeutete die Flucht, geliebte Menschen zurücklassen zu müssen.

Die Voraussetzungen der Flucht und ihre Realisierung, über die Situation in den Waggons werden

ebenso skizziert wie das Überleben in der langen Zeit bis zum Kriegsende – in Verstecken,

bei Partisanen oder getarnt als christliche Polen.

Dienstag ,10. Dezember 20.00Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a/Mehringhöfe

Metro-Station Mehringdamm