Archiv: 2018

„Granada’da Tutuklama“ – 2 Mayıs 2018 Çarşamba

Yazar Doğan Akhanlı ile okuma ve tartışma

19 ağustos 2017: İspanya polisi, Alman vatandaşı Doğan Akhanlı’yı Granada’da tutuklar. Türkiye, Doğan için İnterpol üzerinden tutuklama kararı çıkartmıştır. Hücresinin kapısı arkasından kapanır – bir kez daha: Zaman tünelindeymiş gibi yeniden yaşar Doğan, Türkiye’de siyasi mahkum olarak geçirdiği ayları ve yılları, 1975, 1985-1987 ve ağustos 2010’dan itibaren…

„Granada’da Tutuklama“da anlatılan tüm zulüm ve haksızlıkların yanı sıra, son 40 yılı anlatan macera dolu, şiirsel ve mizahi bir youlculuğa çıkıyorsunuz. Türkiye’de neden habire keyfe tabi şiddetin egemenlik kurduğunu anlıyorsunuz bu yolculukta.

Tartışma sırasında elbette Türkiye’nin güncel durumuna da söz gelecektir – ya da şimdiye kadar kendini Avrupa’da güvende hisseden pek çok sürgünün kendini yine tehdit altında bulmasına neden olan güncel İnterpol’ün uygulamalarına…

Doğan Akhanlı 1957’de Türkiye’e doğdu ve 1992’den beri yazar olarak Köln’de yaşıyor. Pek çok roman ve bir tiyatro oyunu yazdı. Romanlarından „Die Richter ders jüngsten Gericht“ („Kıyamet Günü Yargıçları“ – Almanca baskı 2007), 1915 Ermeni soykırımını konu ediyor. Diğer eserleri: „Die Tage ohne Vater“ („Babasız Günler“ – Almanca baskı 2016), „Der letzte Traum von Madonna“ („Madonna’nın Son Hayali“ – Türkçe baskı 2005), „Fasıl“ (Türkçe baskı 2010), „Sag ihr, dass ich sie liebe“ („Ona Sevdiğimi Söyle“ – Türkçe Baskı 2016).

2 Mayıs 2018 Çarşamba

Saat akşam 8:00

Buchladen Schwarze Risse/Versammlungsraum – Kitapçı Scwarze Risse/Toplantı salonu

Metro istasyonu Mehringdamm

Türkçe tercüme mümkün!

Giriş ücretsiz!

Lesung mit Dogan Akhanli am 2. Mai

Verhaftung in Granada

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Lesung und Diskussion mit dem Autor Dogan Akhanli

19. August 2017: Spanische Polizisten verhaften Doğan Akhanlı, einen deutschen Staatsbürger, in Granada. Die Türkei hatte ihn über Interpol zur Festnahme ausgeschrieben. Die Tür seiner Zelle schließt sich hinter ihm – wieder einmal: Wie in einer Zeitkrümmung durchlebt er erneut die Monate und Jahre, die er in der Türkei als politischer Häftling verbracht hat – 1975, 1985–1987 und ab August 2010. »Verhaftung in Granada« ist, bei aller Grausamkeit und allem Unrecht, von denen die Rede ist, eine abenteuerliche, poetische und oft auch humorvolle Reise durch die letzten 40 Jahre, die uns hilft zu verstehen, warum in der Türkei noch immer und wieder Willkür und Gewalt herrschen.

In der Diskussion werden wir natürlich über die aktuelle Situation in der Türkei diskutieren, ebenso auch über die weiterhin aktuelle Praxis von Interpol, durch die viele Exilanten, die sich bisher in Europa sicher wähnten, jetzt wieder bedroht sind…

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Dogan Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebt seit 1992 als Autor in Köln. Er hat zahlreiche Romane und ein Theaterstück verfasst. In seinem Roman »Die Richter des jüngsten Gerichts« (dt. 2007) thematisiert er den Völkermord an den Armeniern 1915. Weitere Werke: »Die Tage ohne Vater« (dt. 2016), »Der letzte Traum der Madonna« (türk. 2005), »Fasilistan« (türk. 2010), »Sag ihr, dass ich sie liebe« (türk. 2016).

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Mittwoch, 2.Mai 2018

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse/Versammlungsraum

Gneisenaustr. 2a, Berlin

Metro-station Mehringdamm

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für türkische Übersetzung ist gesorgt!

Eintritt Frei!

Sebastian Lotzer: Winter is coming – Soziale Kämpfe in Frankreich

Zum Buch „Winter Is Coming“ von Sebastian Lotzer

Längst sind jenen Tagen und Nächte, als Ben Ali aus dem Land gejagt und Mubarak gestürzt wurde, als in Griechenland eine massenhafte Revolte gegen das Spardiktat der Troika in tagelangen Straßenschlachten vor dem Parlament kulminierte, als die „Bewegung der Plätze“ sich im Süden des europäischen Kontinents ebenso wie in den USA fand und versammelte, nicht mehr als eine ferne Erinnerung. Ein kurzes geschichtliches Aufblitzen, ein ferner Nebel in der Galaxie der Klassenkämpfe.

Durch Europa weht jetzt der kalte Wind des Rechtspopulismus, in dessen Windschatten Faschisten und Nationalsozialisten offen auftreten und wie der Fisch im Wasser mit schwimmen können. Ungehindert betritt der Hass auf alles und alle, die nicht als zugehörig betrachtet werden, die offene gesellschaftliche Bühne. Selbst in den lange als „liberal“ gehandelten Gesellschaften Skandinaviens finden sich immer mehr in der Figur des sozial autistischen Zombies wieder.

Winter is coming. Die Dimension dessen anzuerkennen, was auf uns zukommt, ist unabdingbare Voraussetzung dafür, vorbereitet zu sein. In der Lage zu sein, Gegenstrategien zu entwickeln, dem Gegner punktuell Niederlagen zufügen zu können. Gesellschaftliche Kerne zu bilden, die auch in schwierigen Zeiten das Überwintern garantieren, die sich ernsthaft mit den Bedingungen für erfolgreiche Gegenoffensiven auseinandersetzen.

Als im Frühjahr 2016 in Frankreich die herrschende Klasse beschloss die Arbeitsgesetzgebung nach deutschem Vorbild zu „flexibilisieren“, betrat ein neue Bewegung die Arena. Neue, unverbrauchte Parolen erklangen, zuerst waren es nur einige hundert Leute, die den Zusammenstoß mit der Staatsmacht suchten, am Rande der Demonstrationen Schaufensterscheiben einschmissen, Bankautomaten und Überwachungskameras zerstörten. Aber innerhalb weniger Wochen hatten sich an der Spitze der Pariser Demos Tausende eingefunden, die mit Tränengasbrillen und Maaloxan ausgerüstet waren, im ganzen Land wurden Schulen und Universitäten besetzt, bestreikt und blockiert, in zahlreichen Städten kam es zu Zusammenstößen mit den Bullen. Nach mehreren Fällen von rassistischer Polizeigewalt kam es in den Pariser Vororten zu Demos und Unruhen, die sich ansatzweise auch auf andere Städte ausweiteten.

Einige in dieser Zeit entstandenen Pamphlete, Texte, sowie Interviews mit Protagonist*innen der Kämpfe fasst der Band „Winter Is Coming“ zusammen. Das Buch erschien im März 2018 beim Wiener Verlag Bahoe Books.

Buchvorstellung:“Westlicher Marxismus“ am 11.4.2018

Der Autor Diethard Behrens geht einem schillernden Begriff auf den Grund, dem üblicherweise so unterschiedliche Denker wie Althusser, Gramsci, Horkheimer und Adorno zugerechnet werden.
Von dem Philosophen Merleau-Ponty bereits in den 1950ern aufgebracht, wurde der Begriff zum Synonym für einen «philosophischen » Marxismus, der die Marx-Rezeption im 20. Jahrhundert entscheidend beeinflusste. In der hier vorliegenden Einführung zeichnet der Autor diese Rezeption sowie ihre politischen und theoretischen Ursprünge nach. Dabei wird auf die Vorgeschichte der Neuen Linken, sowie bei dieser Lesung vor allem, auf einzelne Autoren wie Sartre und Gramsci eingegangen. Da für ein Verständnis der Auseinandersetzungen, die in der Neuen Linken über Ökonomie und Philosophie, Staat und Politik, Kultur und Ästhetik herrschen, eine genaue Kenntnis der «Westlichen Marxisten» unerlässlich ist, wird mit diesem Buch ein wertvolles Standardwerk zur Verfügung gestellt.

Eintritt frei

 

am 11.4.2018

um 20.00 Uhr

im Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a

Metro Station Mehringdamm

„Stadt der Rebellion“ von Omar Robert Hamilton

Kairo, 2011. Alles scheint möglich. Die ganze Welt schaut hin, als die ägyptischen Aufständischen nicht müde werden, lautstark gegen die Diktatur zu protestieren, trotz aller Gewalt von Polizei und Militär. Mittendrin: Mariam und Khalid. Sie lernen sich im Getümmel einer Demonstration kennen, und fortan wird sie die Angst, dass dem anderen etwas zustoßen könnte, nicht mehr verlassen. Mutig kämpfen die beiden gemeinsam in einer Aktivistengruppe und versenden rund um die Uhr Nachrichten in alle Welt. Und nicht zuletzt kämpfen sie um ihre Liebe, für die keine Zeit bleibt in dem unaufhörlichen Strom von Aufgaben, die die Revolution ihnen aufbürdet, getrieben vom Gefühl der Verantwortung gegenüber ihren ermordeten oder inhaftierten Mitstreitern. Erbittert diskutieren sie darüber, welche Kompromisse sie eingehen müssen, zerrieben zwischen Hoffen und Verzweifeln. Dieser aufwühlende Roman zeigt die ägyptische Rebellion aus unmittelbarer Nähe, rasant folgt er den Revolutionären durch Kairos Straßen und über Twitter. Und auch wenn die Lage immer aussichtsloser erscheinen mag: Sie werden nicht aufgeben.

Omar Robert Hamilton ist  Mitbegründer eines Aktivisten- und Medienkollektivs in Kairo und des Palestine Festival of Literature.

 

Wagenbach                                     320 S.                       24,00 €

Neuerscheinung: „Antifeminismus in Bewegung“


Juliane Lang, UlrichPeters(Hg.):

Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt

Maskulist/innen, neurechte Populist/innen, christliche Fundamentalist/innen und organisierte Neonazis vertraten immer schon geschlechter- und familienfundamentalistische Positionen und nehmen aktuell stärker denn je aufeinander Bezug.
Mit Erfolg: In Debatten um Geschlechter- und Gleichstellungspolitik finden sich zunehmend feindbildgesonnene, antifeministische Narrative davon, was „der Feminismus“ oder an geschlechtlicher Vielfalt orientierte Gleichstellungspolitik denn sei.

Der hier vorliegende Sammelband setzt sich mit dieser Entwicklung kritisch auseinander. Antifeminismus ist kein einheitliches politisches Projekt:
viel mehr wird er von seinen Akteur/innen zu diesem gemacht. Die im Band versammelten Beiträge geben einen systematischen Einblick in die unterschiedlichen Strömungen und die sie tragenden Organisationen. In Anbetracht der Fülle antifeministischer Akteur/innen, Positionen und Aktionen, werden zentrale Themenfelder und Strategien benannt und kontextualisiert sowie Diskurse und Öffentlichkeitsfelder– in denen diese wirken – beleuchtet.
Ziel ist es, die Tragweite des organisierten Antifeminismus zu illustrieren und einen Beitrag in der Diskussion um Gegenstrategien zu liefern.

 

 

Marta Press                             336 Seiten                           20,00 €