Archiv: 2020

Buchvorstellung und Diskussion mit der Autorin Jamila Baroni am Montag, den 28.9.2020

         

Teilnahme verboten

G20-Protest und der Prozess von Fabio V.

Im Juli 2017 reist Fabio V. im Alter von 18 Jahren von Italien nach Hamburg und nimmt an einer Demonstration gegen den G20-Gipfel teil. Eine Stunde später wird er festgenommen und fast fünf Monate in Untersuchungshaft gehalten, obwohl ihm persönlich keine Straftaten nachgewiesen werden können. Staat, Polizei und Medien hatten schon vor dem Gipfel Stimmung gegen jede Art von Protest gemacht. Jetzt soll ein Exempel statuiert werden.

Fabios Mutter, die für die Zeit der U-Haft nach Hamburg übersiedelt, beschreibt aus persönlicher Sicht den Kampf um ihren Sohn gegen eine Justiz, die – befeuert von Politik und Medien – zahlreiche Strafverfahren gegen Menschen einleitet, deren Schuld darin besteht, ein grundgesetzlich garantiertes Recht für sich in Anspruch genommen zu haben.

Fabio wird vielen in Erinnerung sein durch seine Prozesserklärung, seine klare Position zu diesem Gipfel der Mächtigen und seine Nicht-Kooperation mit den Repressions-Behörden.

Die Lesung wird , soweit das Wetter es zulässt, draussen im Hof stattfinden!

Übersetzt wird die Veranstaltung von Max Henninger, der uns schon öfter mit seinen Sprachkenntnissen unterstützt hat!

Wenn möglich, werden wir im Anschluss über den aktuellen Stand der laufenden/geplanten G20-Verfahren berichten!

Kommt Alle!

 

Montag,den 28.9.2020

19:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt frei!

Solidarität mit Kisch&Co am Samstag,den 12.9. im CLASH

Buchvorstellung:„Das faschistische Jahrhundert“ am 1.September 2020

„Neurechte Diskurse zu Abendland, Identität, Europa und Neoliberalismus“

Mit Felix Schilk, Natascha Strobl und Volkmar Wölk,

moderiert von Friedrich Burschel

Mussolinis Vorhersage eines Jahrhunderts des Faschismus von 1932 reicht bis heute, da weltweit völkische, nationalistische und in vielfacher Hinsicht faschistische Bewegungen auf dem Vormarsch sind, autoritäre Regime an der Macht oder an Regierungen beteiligt sind. Rechtes Denken und faschistische Ideologie sind heute wieder salonfähig und nennen sich „neu“, auch wenn die Ideen dahinter steinalt sind und ihre Wurzeln tief ins 20. Jahrhundert hinunterreichen.

In ihren Beiträgen klopfen die Autor*innen des soeben erschienenen, von Friedrich Burschel herausgegebenen Bandes „Das faschistische Jahrhundert“ – also Julian Bruns, Felix Korsch, Felix Schilk, Natascha Strobl und Volkmar Wölk – die aufgeladenen Begriffe „Abendland“, „Europa“, „Liberalismus“ und „Identität“ auf ihre Herkunft und Entwicklung und daraufhin ab, welche Bedeutung sie heute für eine Neue Rechte haben, die sich unter anderem auf die sogenannte Konservative Revolution und den Faschismus der 1920er Jahre beruft. Zu hören ist dabei der Widerhall von Krieg, Gewalt und Terrorismus. Das titelgebende Mussolini-Zitat ist Gegenstand des Beitrages des großen britischen Faschismusforschers Roger Griffin in diesem Buch.

 

1. September 2020

19 : 00Uhr / Freiluftveranstaltung

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustraße 2a, im Mehringhof

Metrostation:Mehringdamm

 

Der Eintritt ist frei, aber eine Anmeldung unbedingt erforderlich!

Anmeldung bitte unter Friedrich.Burschel@rosalux.org

Vor Ort werden dann – wie in Corona-Zeiten geboten – nach Maßgabe des Datenschutzes die privaten Adressdaten (Anschrift, E-Mail, Telefon) erhoben; diese einem Anwalt übergeben ,der die Liste nach 14 Tagen vernichtet! Masken sollten mitgebracht werden !

 

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Buchladens Schwarze Risse und des Verbrecher Verlags

 

Queer Reading: Queere Eltern – Queere Kinder am 3.September

Lesung mit den Autorinnen:

Tania Witte & Elisabeth R. Hager  präsentieren queere Lieblingsbücher!!

 

Vielen gilt die Familie bis heute als Nukleus heteronormativer Horrorszenarien. An kaum einem Knotenpunkt der Gesellschaft sind das Private und das Politische stärker ineinander verzahnt. Und spätestens, wenn sich in queeren Zusammenhängen Nachwuchs ankündigt, schlagen längst überholt geglaubte Normvorstellungen mit voller Härte zu.

In Queer Reading: Queere Eltern – queere Kinder stellen die Autorinnen Tania Witte & Elisabeth R. Hager queere Lieblingsbücher vor, die sich auf produktive Art mit dem Themenkomplexen queere Familie und queeres Kindsein auseinandersetzen. Vom Kinderbuch bis zum Erziehungsratgeber reicht die Bandbreite der empfohlenen Bücher. Im Anschluss freuen sich die Autorinnen auf das Gespräch und den Erfahrungsaustausch mit dem Publikum.

u.a.vorgestellte Bücher:

Maggie Nelson: Die Argonauten. Hanser Berlin, 2017.

Jasper Nicolaisen: Erwachsen. Querverlag, 2019

Alison Bechtel: Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten. Süddeutsche Zeitung

 

 

Donnerstag, den 03.09.2020

ab 20:00 Uhr

 Buchhandlung Schwarze Risse/ bei Regen drinnen

Gneisenaustr. 2a

Metro-Station Mehringdamm

Wir bitten um Anmeldung unter: info@queerhistory.de

Buchvorstellung :“Linker Antisemitismus ?“ mit Herausgeber Gerhard Hanloser am 25.August

 

Hallo,Freundinnen und Freunde des Buchladens!
Nach unserem fulminanten Start mit den adbusters im open-air-modus bei feinstem Wetter,optimalen Abstandsbedingungen etc. werden wir
dieses Modell weiterführen:umsonst und draussen!! Diesmal mit Gerhard Hanloser, der sein neues Buch „Linker Antisemitismus?“ vorstellen wird!

»Linker Antisemitismus« lässt sich als Diagnose sowohl in Zeitungen und Zeitschriften der Linken selbst finden, aber auch in politik- wie geschichtswissenschaftlichen Schriften und Verfassungsschutzorganen. Er ist als Phänomen so wenig zu leugnen wie als begriffliches Konstrukt unbefriedigend. Bedroht vom Verdikt des »linken Antisemitismus« ist jeder, der den Kapitalismus »personalisiert«, ihn einer verkürzten Kritik aussetze und zu Verschwörungsdenken neige. Nicht zuletzt wird ein »linker Antisemitismus« in der Boykottkampagne gegen Israel (Boycott, Divestment and Sanctions – BDS) ausgemacht. Demnach würde diese Israelkritik eine versteckte Form des Hasses auf Jüdinnen und Juden darstellen.
Aus dem Skandal, dass sich auch in der Linken Antisemiten tummeln, dass im linken und sozialrevolutionären Denken und Handeln der Antisemitismus nicht vollständig ausgeschlossen war und ist, aus diesem Skandal, der die besten Polemiker wie Eike Geisel, den frühen Wolfgang Pohrt, ja vielleicht selbst einen Henryk M. Broder einst auf den Plan rief, ist ein Allgemeinplatz geworden, eine verdinglichte Größe, deren Existenz mehr beschworen und schlicht geglaubt wird als analysiert und begriffen.

 

Dienstag,den 25.August um 20:00Uhr

vorm Buchladen (bei Orkan etc. im Versammlungsraum!)

kommt alle!

Angela Davis – Seize The Time

In 1969, Angela Davis, a twenty-six-year-old black activist, was fired from her teaching position at UCLA, accused of involvement in a shootout that resulted in the deaths of four men, put on the FBI’s Most Wanted List, and spent several months as a fugitive. In October, she was arrested in New York and returned to California to stand trial. Her image became the focus and the tool of an unprecedented international effort to free an incarcerated black woman. Her trial and acquittal, in 1972, made her a lightning rod for fears and hopes on the right and left about revolutionary change and she has remained an active agent of change in the years since.

This exhibition focuses on Davis and her image. It provides a compelling and layered narrative of Davis’s journey through the junctures of race, gender, and economic and political policy. The exhibition is inspired by an archive in Oakland, California, collected and curated by Lisbet Tellefsen. This archive of materials includes materials produced by an international community that assembled to protect Davis in a campaign to “Free Angela and All Political Prisoners.” It also contains magazines, press photography, court sketches, videos, music, writings, and correspondence. Materials also document her activist work in defense of the Soledad Brothers, her teaching, and her philosophical and activist writings on issues related to freedom, oppression, feminisms, and prison abolition.

 

Hirmer Verlag                                                   192 Seiten                                                     39,90 €