Allgemein

Linke Buchtage 2017

Nun ist es bald soweit, die Linken Buchtage vom 16. – 18. Juni im Mehringhof.

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Hier schonmal das tolle Programm als pdf:

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http://linkebuchtage.de/…/u…/Programmflyer_LiBuTa_2017-1.pdf

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Kommt vorbei!

Buchvorstellung: Max Henninger „Armut, Arbeit, Entwicklung“ am 26. Juni

Buchvorstellung und Diskussion:

Max Henningers Buch »Armut, Arbeit und Entwicklung« enthält Texte, die seit 2009 erschienen sind. Der Einstieg ist den historischen Bezugspunkten gewidmet, auf die sich Henninger und die von ihm wesentlich geprägte Zeitschrift Sozial.Geschichte Online beziehen. Sehr lebendig wird dort die Geschichte des italienischen Operaismus nachgezeichnet. Drei Texte widmen sich unterschiedlichen Facetten der Frage nach der Geltung Marx’scher Kategorien. Deutlich wird Henningers Kritik an einem werttheoretischen Modell der Ausbeutung von Arbeit, das wichtige Formen von nicht als Lohnarbeit erscheinenden Tätigkeiten unberücksichtigt lässt. Dass Entwicklung bis heute mit Inwertsetzung gleichgesetzt wird, produziert nicht zuletzt auch blinde Flecken in den politischen Modellen, mit denen soziale Kämpfe erklärt und verallgemeinert werden. Auch die weiteren Texte des Bands stellen eine notwendige Revision linker Lieblingstheoretiker vor, so etwa die Kritik an der Krisentheorie von Engels. Im letzten Teil des Buchs versammeln sich schließlich Texte, die die Perspektive noch einmal erweitern – auf die Debatte zu Urbanisierung und Transnationalisierung sowie zu technologischen Revolutionen. Am Ende steht dann die Wiederentdeckung eines Textes des Situationisten Guy Debord. Das Buch ist eine Weltreise durch den Marxismus der 2000er Jahre, kombiniert mit einer profunden Kenntnis theoretischer Debatten. Max Henninger wird uns, fokussiert auf einzelne Themen, einen Einbilck in sein tolles Buch geben.

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Montag, 26. Juni 2017, 20.00 Uhr

Mehringhof

U Mehringdamm

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a

 

Buchvorstellung: Daniel Bensaid – Ein ungeduldiges Leben

Buchvorstellung und Lesung

Die radikale Linke im Frankreich der Nachkriegszeit

Am Beispiel der Autobiographie des libertären Leninisten Daniel Bensaïd

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Daniel Bensaïd schildert in seiner politischen Biographie den Werdegang der Neuen Linken in Frankreich und Lateinamerika. Diese ging und geht ganz andere Wege als die deutsche Linke – was das Buch jenseits des Biographischen zu einer erhellenden Lektüre macht.

Der Aktivist und Philosoph erzählt hier seine packende politische Biographie, in der sich Individuum und Kollektiv, Theorie und Praxis überschneiden, widersprechen und versöhnen. Das „Ich“ und das „Wir“, die persönlichen und die geteilten Erfahrungen, zeugen von einem politischen Leben, das im Frankreich der 60er Jahre beginnt.

Die Jugend in einem von den Spanischen Republikanern geprägten Toulouse, der Beginn der 68er-Bewegung in der französischen Provinz und in Paris, die schmerzhafte Erfahrung der argentinischen Linken, die Neulektüre von Marx: Unterschiedlichste Facetten eines bewegten Lebens. Aus der Perspektive eines Akteurs blicken wir auf weltweite politische Ereignisse wie der Algerienkrieg und die antikoloniale Solidaritätsbewegung dagegen, die durch den Protest gegen den Vietnamkrieg weiter befeuert wurde. Daraus entstand in Frankreich eine Linke, die im Mai 1968 in Frankreich eine fast revolutionäre Situation provozierte. Dennoch handelt es sich nicht um eine nostalgische Rückschau auf längst vergangene Zeiten. Greifbar wird dies im mehr den je notwendigen antifaschistische Kampf gegen Strömungen wie den Front National, der Bensaïds Bericht auch für die heutige politische Situation bedeutsam macht.

Michael Koltan (Archiv für soziale Bewegungen Freiburg), und Elfriede Müller (Übersetzerin des Bandes/ jour fixe initiative berlin) stellen die Auseinandersetzungen der französischen radikalen Linken von 1960-2010 vor und lesen entsprechende Auszüge aus der Autobiographie.

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Mittwoch, 31. Mai 2017, 20.00 Uhr

Mehringhof

U Mehringdamm

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a

kleine Titelsammlung zu big data

Buchvorstellung: Momotombo am 28.04.17

Buchvorstellung und Gespräch zum Roman „Momotombo“

mit

Elisabeth Erdtmann

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Nicaragua 19. Juli 1979: die Diktatur fällt, die Sandinistische Befreiungsfront FSLN übernimmt die Macht. Die Revolution führt zum Entstehen einer breiten Solidaritätsbewegung, zu Tausenden machen sich Linke wie Christen nach Nicaragua auf, um den Neubeginn des Landes zu unterstützen, während die Regierung der USA mit einer Militärintervention droht.

Auch Julia, eine desillusionierte westdeutsche Linke, ergreift begeistert die Chance für einen persönlichen Neuanfang und begibt sich auf Einladung des nicaraguanischen Frauenverbandes in ein abgelegenes Dorf, um mit den Frauen des Dorfes eine Kooperative aufzubauen.

Am Leben verschiedener Frauengestalten entwirft der Roman das Bild dieser atemlosen Zeit des Umbruchs wie der Gegenbewegung in Gestalt des Terrors der von den USA finanzierten contras. Darüber hinaus wird Ringo Gottsleben Fragen über die nachrevolutionäre Entwicklung in Nicaragua beantworten.

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Freitag, 28. April 2017, 20.00 Uhr

Mehringhof

U Mehringdamm

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a

Buchvorstellung: INSIDE FUKUSHIMA Reportage aus dem Innern der Katastrophe

LESUNG & GESPRÄCH
mit
Tomohiko Suzuki
INSIDE FUKUSHIMA
Reportage aus dem Innern der Katastrophe

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Der investigative Journalist Tomohiko Suzuki nutzte die Kanäle der japanischen Mafia, der »Yakuza«, um wenige Wochen nach der Havarie des Atomkraftwerks im März 2011 in Wallraff ’scher Manier als Arbeiter bei den Aufräumarbeiten eingesetzt zu werden. In seiner Reportage deckt er die Verbindungen zwischen der japanischen Atomindustrie und der Yakuza auf, ermöglicht verstörende Einblicke in das unmittelbare Geschehen auf dem AKW-Gelände und berichtet von Erlebnissen mit Firmen- und Yakuza-Bossen, den Arbeitern vor Ort und dem Arbeitsleben in der verbotenen Zone.

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»Was lief wirklich im Atomkraftwerk Fukushima? Ein Undercover-Reporter riskierte sein Leben, um das herauszufinden. Ein expolosives Buch«, The Telegraph.

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Darüber hinaus wird Sebstian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, aktuelle Infos zur Situation der AKWs von Fukushima geben.

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Lesen wird Richard Schnell, Schauspieler.

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Montag, 13. März 2017 | 20 Uhr
Mehringhof
Versammlungsraum / Gneisenaustr. 2a
Gesellschaft für Strahlenschutz| Assoziation A
Mehringhof e.V.
Deutsch-Japanisch & vice versa – Eintrit frei!