Allgemein

Lesung mit Christoph Assheuer: Felix Revolution. Roman

 

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Felix Guthammer, ein braver Junge aus dem Sauerland, will frei sein und Theater spielen. Doch im Aufruhr der frühen 1970 Jahre, in der Zeit sanfter Hippies, der freien Liebe, wilder Straßenproteste und der ersten Punks, findet sich sein Name plötzlich auf den Fahndungslisten wieder; als vermeintlicher RAF-Terrorist. Felix findet in England Unterschlupf. Mit falschen Papieren wandelt er eine Zeit lang auf dem schmalen Grat zwischen Stadtguerilla und staatlicher Repression, kehrt kurzzeitig nach Deutschland zurück, trifft auf andere Einzelkämpfer in der Illegalität. Mit einer Buddhistin, die nach Indien aufbricht, teilt er das Bett. Während des deutschen Herbstes reist er zu Freunden nach Prag, die sich trotz Gefängnis und Repression treu geblieben sind. Auf die Frage, „was ist revolutionär?“ gibt ihm das Leben paradoxe Antworten. Mit Felix‘ Revolution lässt Christoph Assheuer den unruhigen Geist der 1970er Jahre mitsamt den Widersprüchlichkeiten jener Zeit wieder ebendig werden. Der Roman ist eine Art Roadmovie über den Underground in Ost und West, über Solidarität und Exil, Idealismus und Wahnsinn. Eine rasante Erzählung über eine wilde Jugend in den 70er Jahren: freier Liebe, Politaktionen, Terror und Gegenwehr, Hippies und Punks in Berlin, London, Prag, Paris. Ein faszinierendes Portrait einer Epoche, die unser heutiges Lebensgefühl entscheidend mitgeprägt hat.

 

Freitag, 22. November 

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a
U-Station Mehringdamm

Eintritt frei!

Lesung „Das Brennglas“ am 30.10.2013

Petra Rosenberg liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg.
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Otto Rosenberg hat erst nach fünfzig Jahren die Kraft für dieses Buch gefunden. Ein überlebender deutscher Sinto erzählt von seinen Erinnerungen. Er klagt nicht an, rechnet nicht auf. Er berichtet, wie es gewesen ist.
Vor der Zeit des Nationalsozialismus waren Sinti und Roma eingebunden in das Berliner Stadtleben. Otto Rosenberg erzählt unbeschwerte Szenen aus seiner Kindheit in der Zeit vor der nationalsozialistischen Gesellschaftszersetzung. Er schildert in schlichten Worten, wie sich die braune Wolke erst nach und nach in das Alltagsleben der deutschen Sinti und Roma schob. 1936 wurde der neunjährige Otto Rosenberg als Sinto mit seiner Familie ins »Zigeunerlager« Marzahn zwangsumgesiedelt, dort von NS- »Rassenforschern« erfasst und 1943 nach Auschwitz deportiert, wo ein Großteil seiner Familie ermordet wurde.

Rosenberg selbst kam dann nach Buchenwald, Dora und Bergen-Belsen – und überlebte. Vom Weiterleben in Deutschland berichtet er erschütternd, einprägsam und lakonisch. Ein notwendiges, aktuelles Buch, angesichts des noch immer erschreckend gesellschaftsfähigen Antiziganismus.

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Buchladen Schwarze Risse
30.10.2013 / 20:00 Uhr
Gneisenaustr. 2a / Mehringhof
U Mehringdamm
Eintritt frei!
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Link zum Buch: http://www.wagenbach.de/buecher/titel/876-das-brennglas.html

Lesung mit Luiz Ruffato am 25.10.2013

Liebe Freundinnen und Freunde,
wir freuen uns auf die Lesung mit Luiz Ruffato, der seinen phänomenalen Großstadtroman „Es waren viel Pferde“ vorstellt und Einblicke in „Mama, es geht mir gut“, den 1. Band seines Romanzyklus „Vorläufige Hölle“ gibt.
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In 69 Szenen entwirft das Buch des brasilianischen Ausnahmeautors Luiz Ruffato, ein kaleidoskopisches Abbild der Megacity São Paulo mit ihrem Glamour, ihrem Elend, ihrer Verlogenheit und ihrem Schmerz. Luiz Ruffato bewegt sich nicht als Flaneur durch die brasilianische Metropole, sondern als »Zappeur«, der sich kinematografisch in 69 drastischen Szenen durch die Stadt klickt. So gelingt es ihm, die einzelnen Stimmen wieder hörbar zu machen. Die verschiedenen Schlaglichter fügen sich zur Geschichte eines Landes, das von Gewalt und Entwurzelung gezeichnet ist. Jede der Geschichten hat eine eigene Stimme, einen eigenen Ton, eine eigene soziale Färbung. Mit fast paranoider Präzision gelingt es Luiz Ruffato, den Klang, die Gerüche, die Farben, die Angst der 22-Millionen-Stadt poetisch exakt zu erfassen und zu dem verstörenden Porträt einer zerrissenen Gesellschaft zusammenzusetzen.
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„Dieser Mann ist viel zu gut, um wahr zu sein. Luiz Ruffato ist der Erzähler der Stunde, dem wie keinem anderen zur Zeit die glaubwürdige und aufregende Vereinigung von Form, Inhalt und Moral gelingt.
Mathias Schnitzler“. „Für dich in deinem Schmerz“ aus Berliner Zeitung (7.10.2013)
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Moderation und Übersetzung: Michael Kegler
Auf Deutsch liest: Juliane Meckert
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Buchladen Schwarze Risse
25. Oktober | 20:00 Uhr
Mehringhof/Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm
Eintritt frei!

18.Oktober: Lesung mit Ulrike Edschmid: Das Verschwinden des Philip S.

Ulrike Edschmid liest aus ihrem Roman

Im Mai 1975 stirbt Philip S. bei einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz,(ebenfalls festgenommen werden Roland Otto und K.H.Roth). Fast vierzig Jahre später geht eine Frau auf die Suche nach den wenigen Spuren, die er hinterlassen hat, und kehrt zurück in die dramatischste Phase ihres Lebens.

Philip S. war ihr Gefährte: ein sensibler, eigenwilliger junger Mensch, der 1967 aus Zürich nach Berlin kam, sich liebevoll um ihr Kind kümmerte und seinen ersten experimentellen Film drehte, während andere gegen den Vietnamkrieg demonstrierten und Institute besetzten.

Drei Jahre später wird ihre Fabriketage mehrmals von der Polizei durchsucht. Der sechsjährige Sohn, unbestechlicher Zeuge einer zunehmenden Radikalisierung, tritt den bewaffneten Beamten mit seiner Armbrust entgegen. Als die Mutter und Philip S. verhaftet werden, kann er ihnen nicht mehr beistehen. Ohne es zu wissen, wird er seine Mutter retten. Philip S. dagegen, der sich für die Revolution entschieden hat, setzt sich Schritt für Schritt aus dem gemeinsamen Leben ab.

Ulrike Edschmid erzählt vom unaufhaltsamen Verlust eines Menschen, der in den bewaffneten Untergrund geht. Sie wirft einen Blick zurück auf die prägenden Jahre im Leben ihrer Generation.

Ein klasse Buch! Kommt alle!!

 

Buchladen Schwarze Risse

18.Oktober um 20:00 Uhr

Mehringhof/Gneisenaustr. 2a

U-Bahn Station Mehringdamm

 

Eintritt frei!

21.09.2013, 19.30 Uhr: Gisela Elsner – Versuche, die Wirklichkeit zu bewältigen

Lesung aus den Gesammelten Erzählungen „Versuche, die Wirklichkeit zu bewältigen“ (Band 1 ) und „Zerreißproben“ (Band 2)

Bereits 1955 publizierte die damalige Schülerin Gisela Elsner erste kleine Erzählungen, 1956 erschien das gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Klaus Roehler verfasste Buch »Triboll«, in dem kurze, surrealistische Geschichten versammelt sind. Auch als Gisela Elsner längst eine gleichsam umstrittene wie gefeierte Romanautorin war, ließ sie nicht von der kurzen Form ab. In ihren Erzählungen antwortet Hermann Kafka auf den berühmten »Brief an den Vater« seines Sohnes Franz, Herr Leiselheimer will sich als progressiver Unternehmer bewähren, die Friedensbewegung nimmt Elsner ebenso aufs Korn wie den wütenden Kleinbürger, der seine NS-Vergangenheit verleugnet. Es gibt eine »vertrackte, abgeschmackt anmutende, haarsträubende Sache, über die man nur den Kopf schütteln kann«, das »Pop-Papp-Party-Projekt« findet statt, und schließlich lesen wir eine unglaublich komische Reportage von der Beerdigung der Gisela Elsner.

 

Veranstaltungsort und Zeit:

Samstag, den 21.9.2013

19:30 Uhr
Buchhandlung Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Eintritt frei

Lesung: „Respekt“ mit Vins Gallico

 

Schwarze Risse und Hammet Krimibuchhandlung präsentieren den Ndrangheta Krimi „Respekt“ von Vins Gallico.

 

Schlicht und einfach der beeindruckendste Roman zum Thema Ndrangheta. Ein kleiner, aber feiner Diamant im deutschen Bücherfrühling 2013“, urteilte Christian Koch von der Berliner Krimibuchhandlung Hammett. Und der „Tagesspiegel“ sah in der unerschrockenen Sportjournalistin Tina Romeo, die einen Mordfall in Kalabrien recherchiert, „einen weiblichen Roberto Saviano“ am Werk.

 

http://www.assoziation-a.de/neu/gallico_respekt.htm

 

Nun stellt der Autor Vins Gallico sein Buch „Respekt“, in Italien als bester Erstlingskrimi ausgezeichnet, erstmals auf einer Lesereise in Deutschland vor.  Auf Deutsch liest: Juliane Meckert.

 

 

Mittwoch, den 11. September 2013 • Einlass 19:30

Beginn 20:00 Uhr

Versammlungsraum im Mehringhof

Gneisenaustr. 2a • 10961 Berlin

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Veranstaltet von:

Hammett & Assoziation A & Mehringhof e. V

& Buchladen Schwarze Risse