Allgemein

„Fayvel der Chinese“

Philippe Smolarski

Fayvel Der Chinese

Aufzeichnungen eines wahnwitzigen Ganoven

 

Wie abgebrüht und wahnwitzig muss dieser Fayvel sein, um im Jahr 1941 als Jude freiwillig aus dem sicheren Exil in China zurück in die alte und nun von den Nationalsozialisten besetzte Heimat Warschau zu reisen? Einhunderttausend Dollar in bar, argentinische Pässe und ein Leibwächter,
der in seinen jungen Jahren sogar Max Schmeling im Boxkampf besiegte, sind für dieses Unterfangen genauso hilfreich wie Fayvels langjährige Erfahrungen im Drogen- und Waffenhandel.
Hinzukommen eine gehörige Portion Gerissenheit, beste Beziehungen in die jüdische Unterwelt und der unbedingte Wille, die eigene Familie aus dem Warschauer Ghetto und damit vor dem sicheren
Tod zu retten – über all dies verfügt unser Ganove

„Fayvel der Chinese“ ist ein Spionageroman, eine
Fluchtgeschichte, die so rasant erzählt wird, dass der Leser das Gefühl hat, ein Drehbuch Tarantinos in den Händen zu halten. Das Extraordinäre an dieser Veröffentlichung, dessen Autor der jüdische
Historiker und Archäologe Phillipe Smolarski ist, sind die hervorragend recherchierten geschichtlichen Details über die jüdisch-mafiösen Gruppierungen Europas in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts. Fayvels Geschichte zeigt ein wehrhaftes Judentum und exemplifiziert, dass die Grenze zwischen Opfern und Tätern heute nicht mehr in der gängigen Schwarz-Weiß-Manier
der Geschichtswissenschaften gezogen werden kann. Jüdische Gangster haben auch nach der deutschen Besetzung Polens in der Unterwelt ihre Illegalitäten getrieben und damit Gutes und Schlechtes bewirkt.

 

ISBN 978-3-945491-02-7

270 Seiten, Klappenbroschur                                                         Preis: 14,95 €

„Im weissen Kreis“

Oliver Bottini

Im weißen Kreis

Gibt es organisierte Neonazi-Strukturen in Deutschland? In welchem Umfang arbeiten Polizei und Verfassungsschutz mit Rechtsradikalen zusammen? Und besteht die Gefahr, dass eine Terrororganisation wie der NSU erneut in Deutschland tätig sein könnte?

Oliver Bottini schreibt dicht, konzentriert, faktenreich und mit einem besonderen Gespür für die Personen, ihre Stimmungen, ihre Hintergründe und Befindlichkeiten. Mit wenigen Worten kann er Menschen charakterisieren, so dass sie lebhaft vor einem zu stehen scheinen. Darüber hinaus liefert der Krimi „Im weißen Kreis“ politisch präzise Analysen : es geht um Rechtsradikalismus, um Strukturen, die viele Parallelen zum tatsächlich existierenden Nationalsozialistischen Untergrund haben.
ISBN 9783832196998
Gebunden, 304 Seiten                                                          Preis: 14,99 €

„Das Lachen der Täter: Brevik u.a.“

Klaus Theweleit

Das Lachen der Täter: Breivik u.a.
Psychogramm der Tötungslust

 

Vom Lachen der Killer wird in zahlreichen Fällen berichtet, aber selten wird es in seiner zentralen Bedeutung gedeutet – so die provokante These dieses Psychogramms. In den „Männerphantasien“ wagte Theweleit erstmals eine Beschreibung des gewalttätigen faschistischen Mannes und seines innerlich fragmentierten, äußerlich aber gepanzerten Körpers. Auf diese bahnbrechende Theorie greift er nun zurück, um die brutalen Mordtaten zu untersuchen, mit denen uns die Aktualität täglich konfrontiert: Anders Breivik, der selbsternannte Tempelritter, der 67 Jugendliche auf der norwegischen Insel Utøya erschießt; die Killer des „Islamischen Staats“, die grausame Köpfungen im Internet ausstellen; fanatisierte Attentäter, die die Karikaturisten von „Charlie Hebdo“ hinrichten; Kindersoldaten, die im Genozid an der Tutsi-Bevölkerung in Ruanda gelernt haben, zu morden und zu vergewaltigen.
Ihnen allen gemeinsam ist „das Lachen der Täter“, in dem sich eine Tötungslust offenbart, die die jeweilige politische Begründungssprache nur unzureichend verbergen kann.

 

 

ISBN: 9783701716371
Klappenbroschur, 248 Seiten                                            Prei:  22,90 €

„Migrar“

 

Javier Martínez Pedro / José Manuel Mateo

„Migrar“

Weggehen

ist ein außergewöhnliches Buch aus Mexiko. Ein Kind erzählt von seiner Auswanderung in die USA. Als blinde Passagiere auf Güterzügen haben der kleine Junge mit seiner Mutter und seiner Schwester viele Gefahren zu bestehen, bis sie in Los Angeles ankommen.

Der poetische Text ist sparsam, er gibt nur Orientierung durch die phantastische Bildgeschichte des Künstlers Javier Martinez Pedro.

 

Übersetzt aus dem Spanischen von Ilse Layer
Illustrationen von Javier Martínez Pedro
20 Seiten; Leporello, vertikal aufklappbar mit Leinenbezug; 16,6 x 32,2 cm
Altersempfehlung: Für Kinder ab 4 Jahren ein Wimmelbuch – für Jugendliche ein politisches Buch über Flucht und Migration in Mittelamerika – für Erwachsene ein bibliophiles Kunstwerk.

ISBN 978-3-922825-90-6                                                 Preis:28,90 €

Hotlist der unabhängigen Verlage – Wahl – Wu Ming

 

 

 

                                                                                                                             Liebe Freundinnen und Freunde,

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der Roman „54“ des Autorenkollektivs Wu Ming ist unter den Kandidaten für die 10 besten Bücher aus unabhängigen Verlagen – wir freuen uns riesig!

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Hier geht’s zur Wahl: http://www.hotlist-online.com/wahllokal-polling/

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Der wundervolle Roman birst geradezu vor Geschichte und Geschichten, wahren und erfundenen Figuren. Immer wieder kreuzen sich die Bahnen von Schauspielern und Hochstaplern, kleinen und großen Gangstern, Idealisten und Zynikern. „54“ ist Liebesgeschichte, Mafiaroman, Spionagethriller und politische Debatte in einem. Natürlich könnt ihr auch einem anderen spannenden Kandidaten eure Stimme geben. Auch wenn politische Wahlen nichts ändern – hier könnt ihr  guten  Gewissens euer Häckchen setzen.


											

Buchvorstellung: Engagiert – resistent – bedroht

Handlungsspielräume und Perspektiven sozialer Bewegungen in Mittelamerika

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Buchvorstellung mit den Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner

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„Venceremos – Nicaragua libre“ Diese und ähnliche Parolen waren  bis in die Neunziger Jahre auch in Deutschland weit verbreitetes Symbol für die Solidarität mit den Befreiungsbewegungen in Mittelamerika, zu denen es eine breite Unterstützung in Deutschland gegeben hatte. Heute ist Mittelamerika aus dem Fokus der Wahrnehmung geraten, der Putsch in Honduras und die Regierung Ortega in Nicaragua sind Ausnahmen. Das abgeklungene Interesse spiegelt sich jedoch nicht in der Realität Zentralamerikas: Soziale Bewegungen sind in allen mittelamerikanischen Ländern sehr aktiv. Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme in Form einer Länderanalyse zu jedem der sieben Länder: Guatemala, Nicaragua, Honduras, Belize, Panama, Costa Rica und El Salvador an. Mehrere Themen, die für die sozialen Bewegungen relevant sind, werden in Artikeln oder im Rahmen der Länderanalysen reflektiert. Die Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner, seit langem in der Zentralamerika-Solidarität aktiv, stellen einige Aspekte aus dem Buch vor und freuen sich auf eine lebhafte Diskussion.

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Veranstalter: FDCL & Buchladen Schwarze Risse

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Dienstag 19. Mai 2015 20.00
Buchladen Schwarze Rissse
Gneisenaustrasse 2a / U Mehringdamm

Eintritt frei!