Allgemein

Buchvorstellung: Engagiert – resistent – bedroht

Handlungsspielräume und Perspektiven sozialer Bewegungen in Mittelamerika

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Buchvorstellung mit den Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner

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„Venceremos – Nicaragua libre“ Diese und ähnliche Parolen waren  bis in die Neunziger Jahre auch in Deutschland weit verbreitetes Symbol für die Solidarität mit den Befreiungsbewegungen in Mittelamerika, zu denen es eine breite Unterstützung in Deutschland gegeben hatte. Heute ist Mittelamerika aus dem Fokus der Wahrnehmung geraten, der Putsch in Honduras und die Regierung Ortega in Nicaragua sind Ausnahmen. Das abgeklungene Interesse spiegelt sich jedoch nicht in der Realität Zentralamerikas: Soziale Bewegungen sind in allen mittelamerikanischen Ländern sehr aktiv. Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme in Form einer Länderanalyse zu jedem der sieben Länder: Guatemala, Nicaragua, Honduras, Belize, Panama, Costa Rica und El Salvador an. Mehrere Themen, die für die sozialen Bewegungen relevant sind, werden in Artikeln oder im Rahmen der Länderanalysen reflektiert. Die Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner, seit langem in der Zentralamerika-Solidarität aktiv, stellen einige Aspekte aus dem Buch vor und freuen sich auf eine lebhafte Diskussion.

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Veranstalter: FDCL & Buchladen Schwarze Risse

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Dienstag 19. Mai 2015 20.00
Buchladen Schwarze Rissse
Gneisenaustrasse 2a / U Mehringdamm

Eintritt frei!

Buchvorstellung: Daniel Bensaïd – Walter Benjamin. Links des Möglichen

Die Übersetzerin Elfriede Müller und Kerstin Schoof stellen das Buch und seinen Autor dialogisch vor.

Der marxistische Philosoph und Aktivist Daniel Bensaïd (1946-2010) führt 1990 –  kurz nach dem Fall der Mauer –  einen fiktiven Dialog mit Walter Benjamin über das Verhältnis von jüdischem Messianismus und Revolution. Die Lektüre Benjamins durch Bensaïd bricht mit der orthodoxen philologischen Benjamin-Rezeption und stellt einen politischen Benjamin vor, der notwendige Ansatzpunkte zur Reformulierung eines revolutionären und strategischen Denkens in einer Periode der Niederlage liefert, als der Neoliberalismus zu triumphieren schien und unvorsichtigerweise das Ende der Geschichte verkündete.

Im Dialog mit Walter Benjamin fordert Bensaïd, sich dem jüdischen Messianismus und dem Ereignis zu öffnen, sich an die Besiegten der Geschichte zu wenden, um sie in die Kräfte der zukünftigen Revolution zu integrieren. Bensaïd ermuntert uns, auf den Moment zu lauern, wo die revolutionäre Abweichung möglich wird, und selbst zu revolutionären Wächtern zu werden.

Bensaïd gehörte in Frankreich zu den zentralen Personen der radikalen Linken. Er war ein Philosoph, der den Marxismus auf einer subjektivistischen Grundlage fortschrieb, und ein unermüdlicher Aktivist, der seit den Anfängen des Mai 68 bis zu seinen letzten Lebensmonaten an allen politischen und sozialen Auseinandersetzungen beteiligt war. Ebenso war er ein poetischer Schriftsteller, dessen Texte alle Genregrenzen durchbrechen. Er hinterlässt ein Werk von dreißig Bänden, von denen bisher wenig ins Deutsche übersetzt wurden. Darunter befinden sich philosophische Entwürfe, scharfsichtige Analysen und Gebrauchstexte für den politischen Alltag.

 

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustrasse 2a / U-Station Mehringdamm

24. April 2015 um 20:00 Uhr

Eintritt frei!

Thomas Kuczynski: „Geschichten aus dem Lunapark“ Buchvorstellung und Diskussion – Dienstag 10. Februar

Der Band versammelt historisch-kritische Betrachtungen zur Ökonomie der Gegenwart, die von 2007 bis 2014 in „lunapark21 – zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie“ erschienen waren und noch immer hochaktuell sind.

In diesen Artikeln geht es um Wirtschaftskrisen, Expansionsstrategien des Kapitals, Staatsbankrotte, Schulden, Klimawandel, Rentenlügen, Globalisierung und Nationalismus, alternative Ökonomien und ökonomische Alternativen, failed states und weitere solche spannenden Themen – in der Analyse radikal geschrieben und zugleich vorsichtig-abwägend in der Prognose, stets politisch zugespitzt, nie national verengt, in der Kritik keineswegs eingeschränkt auf „bürgerliche Ideologie“ und immer offen für neue, überraschende und anregende Ideen.

Der Autor wird einige seiner Geschichten lesen und ist an streitbaren Diskussionen mit aktuellem Bezug interessiert.
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Dienstag / 10.2.2015 / 20.00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustrasse 2a
U – Bahn Mehringdamm

 

Katalog 2014

Wie jedes Jahr haben wir auch diesmal wieder einen zauberhaften kleinen Katalog zusammen gestellt.

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Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Lesung mit Bernd Langer

Unter »Antifa« kann sich wohl jede/r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion. In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis. Das Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für AktivistInnen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

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Freitag, 21.11.2014 
um 20:00 Uhr Buchladen Schwarze Risse  
Gneisenaustr. 2a, Berlin U-Station Mehringdamm

Film und Diskussion: Verdrängung hat viele Gesichter

Film mit anschließender Diskussion – Über Eigentumsbildung innerhalb der Linken, Widersprüche und Brüche. Und inwieweit die Eigentumsbildung auch als Kampfansage an arme Menschen zu bewerten ist?

Berlin hat schon seit längerem mit der Gentrifizierung und ihren Opfern zu kämpfen. Immer mehr Bürger lehnen sich auf gegen Wuchermieten und versuchen mit allen Mitteln ihren „Kiez“ zu verteidigen. Das Filmkollektiv Schwarzer Hahn vermittelt in seinem Dokumentarfilm „Verdrängung hat viele Gesichter“ einen Eindruck, was auf den Straßen der Hauptstadt vor sich geht.

2009 gab es innerhalb der Linken eine Debatte entlang Gentrifizierung und sogenannter Baugruppen. Mitglieder einer linken Gruppe verteidigten nach einem offenen Brief das Wohnen ihrer MitgliederInnen in eigentumsorientierten Baugruppen um sich dann der Erwiderung gänzlich zu entziehen. Sie waren nicht die einzigen Linken, die sich in die Privatheit der Baugruppe verabschiedeten. Im Kern wurde sich der politischen Auseinandersetzung verweigert. Nun liegt ein filmisches Dokument vor, das nicht nur den Kampf gegen eigentumsorientiertes Bauen festhält, sondern auch die Argumente der Gegenseite in dem Konflikt. Entlang der Besitz- und Eigentumsverhältnisse dekliniert der Film die Frage nach Eigentum in seiner Wirkung, als Kampfansage gegen Besitzlose und Arme, politisch durch.

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Trailer: http://www.kino-zeit.de/filme/trailer/verdraengung-hat-viele-gesichter

 

Montag, 17.11.2014 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a, Berlin

U-Station Mehringdamm