Rezensionen

If They Come in the Morning … : Voices of Resistance

Edited by Angela Y. Davis
With race and the police once more burning issues, this classic work from one of America’s giants of black radicalism has lost none of its prescience or power
One of America’s most historic political trials is undoubtedly that of Angela Davis. Opening with a letter from James Baldwin to Davis, and including contributions from numerous radicals such as Black Panthers George Jackson, Huey P. Newton, Bobby Seale and Erica Huggins, this book is not only an account of Davis’s incarceration and the struggles surrounding it, but also perhaps the most comprehensive and thorough analysis of the prison system of the United State.Since the book was written, the carceral system in the US has seen unprecedented growth, with more of America’s black population behind bars than ever before. The scathing analysis of the role of prison and the policing of black populations offered by Davis and her comrades in this astonishing volume remains as pertinent today as the day it was first published.

Featuring contributions from George Jackson, Bettina Aptheker, Bobby Seale, James Baldwin, Ruchell Magee, Julian Bond, Huey P. Newton, Erika Huggins, Fleeta Drumgo, John Clutchette, and others.

verso books                                                       288 pages                                              12,00 €

Undercover (…remember Mark Kennedy!!)

Die Geschichte der britischen Geheimpolizei

Sie brechen das Gesetz. Sie schlafen mit dem Feind. Sie schwängern politisch aktive Frauen, damit sie in der Bewegung glaubwürdiger wirken. Dieses Buch der beiden Guardian-Journalisten Rob Evans und Paul Lewis erzählt die Geschichte des Undercover-Einsatzes von verdeckten Ermittlern gegen Protestbewegungen der letzten 40 Jahre in Grossbritannien und dokumentiert ihre skrupellosen Vorgangsweisen, Methoden und Techniken.

«Revolutionäre Zeiten riefen nach revolutionären Lösungen. Der radikale Plan war nichts weniger als ein neues Konzept der Polizeiarbeit. Beamte des Special Branch sollten sich in Aktivisten verwandeln und mehrere Jahre mit ihrer falschen Identität leben. Während der gesamten Zeit der verdeckten Ermittlungen würden sie keine Uniformen tragen und überhaupt keinen Fuss in ein Kommissariat setzen, ausser natürlich, falls sie in ihrer Rolle als Aktivisten verhaftet werden würden. Dann würden sie sich schreiend, tretend und in Handschellen abführen lassen. Die verdeckten Ermittler würden mit falschen Ausweisen ausgestattet sein, ihre Haare lange wachsen lassen und mit einem radikalen politischen Milieu verschmelzen, um mit Informationen über sämtliche Verschwörungen zurückzukommen.»

 

Unbedingt lesen!

 
bahoe verlag                                                               288 Seiten                                16,00 €

„Mit Baumhäusern gegen Bagger“

Geschichten vom Widerstand im rheinischen Braunkohlerevier

Der Hambacher Forst, Mitteleuropas letzter „Urwald“, wird gerodet durch Europas größten Klimakiller – RWE.
Die Folgen des rheinischen Braunkohlereviers sind verheerend: Zwangsumsiedlungen, Bergschäden, Feinstaub-Belastungen, Verlust von Kulturerbe, Menschenrechtsverletzungen, Klimawandel und Flucht.
Um dem ein Ende zu setzen, besetzten im April 2012 Umweltaktivist*innen den bedrohten Wald. In diesem Buch erzählen sie ihre Geschichten von Nächten in Baumhäusern, Baggerblockaden und dem Versuch ein alternatives Leben in dieser zerstörerischen Gesellschaft zu verwirklichen.

 

„Ursprünglich sollte es nur ein Zine, also eine kleine Broschüre, werden. Doch jetzt sind so viele interessante Texte zusammen gekommen, dass wir beschlossen haben daraus ein Buch zu machen.“

 

Aus dem Inhalt:

Warum ist der Hambacher Forst so besonders? Wo liegt der Unterschied zwischen legitim und legal? Wie lassen sich Sabotage und direkte Aktionen moralisch begründen? Wie fühlt es sich an aus einem Baumhaus geräumt zu werden, in dem man monatelang gelebt hat? Und wie kann man mit Polizeigewalt umgehen?

 

 

Packpapier-Verlag                                           16,00 €                                                    195 Seiten

SCHWARZE RISSE EMPFIEHLT 2016

Hey, hier ist zum ausschliesslichen Zweck unserer Bereicherung: der neue Katalog 2016!

Für alle die sich über die Feiertage zurückziehen wollen, oder ein tolles Geschenk suchen…

Viel Spass beim Lesen! Kollektiv Schwarze Risse

Zu den Buchempfehlungen 2016 geht es hier —-> http://schwarzerisse.de/wp-content/uploads/2016/12/schwarze_risse_2016_web.pdf

oder auf das Bild klicken.

 

endlich neu: „Wege durch die Wüste“

Antirepressionshandbuch für die politische Praxis

 

Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, Überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen Überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

„Wege durch die Wüste“ beschäftigt sich aus einer strömungs- über greifenden linksradikalen Perspektive mit Formen staatlicher Repression wie Überwachung, Polizeigewalt, Justiz und Knast.
Das Buch ist als Ratgeber für die politische Praxis gedacht und enthält Tipps für einen wirkungsvollen und solidarischen Umgang mit den Versuchen des Staates, linken Protest zu kriminalisieren und jeglichen Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse zu brechen.
„Wege durch die Wüste“ ist selbst das Ergebnis intensiver Diskussionen und soll zu weiteren inhaltlichen und praktischen Auseinandersetzungen mit dem Thema Repression beitragen und anregen.

Aus dem Inhalt:

Über Repression| Aussageverweigerung | Unsere Strukturen schützen und Einsatz verdeckter Ermittler*innen | Anquatschversuche | Facebook, Whats-App & Co

Unsere politische Praxis | Hit and Run | Demoanmeldung | Vor und auf Demonstrationen | Ruhig Blut! |Psychische Folgen von Repression | Platzverweise und Ingewahrsamnahmen| Ausreiseverbote, Meldeauflagen, „Gefährder*innenanschreiben“ | Freiheitsentziehende Maßnahmen | Demonachbereitung | Gedächtnisprotokolle | Vorladungen

Der Weg eines Ermittlungsverfahrens | Das Ermittlungsverfahren | Ermittlungen nach den §§ 129a/b StGB | Kontrollen und Durchsuchungen | ED-Behandlung (Erkennungsdienstliche Behandlung) | Strafbefehle und Bußgelder | Prozesskostenhilfe, Beratungshilfe, Rechtsschutzversicherung | Die Prozessführung | Das Schnellverfahren | Das Jugendstrafrecht | Hinweise für Menschen ohne deutschen Pass | Rechtsanwält*innen

Überwachung | Die technischen Mittel der Überwachung | ComputerUnsicherheit | Genetischer Fingerabdruck | Biometrie

Europa

Ermittlungsausschuss | Aufbau eines Ermittlungsausschusses | Gründung eines EA

 

edition assemblage                                         256 Seiten                                           9.80 Euro


KOP(Hg.):“ Alltäglicher Ausnahmezustand“

Institutioneller Rassismus in deutschen Strafverfolgungsbehörden
Seit einigen Jahren taucht der Begriff „Racial Profiling“ immer häufiger in der öffentlichen Debatte auf. Zumeist wird darunter eine diskriminierende Kontrollpraxis der Polizei etwa in Zügen verstanden. Ausgeblendet bleiben jedoch die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Das Buch verbindet erstmals für den deutschen Kontext aktivistische und wissenschaftliche Perspektiven auf Rassismus in Polizei und Justiz. Es bezieht Position gegen eine verkürzte Debatte über „Racial Profiling“. Die einzelnen Beiträge geben einen Einblick in die Arbeit der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), beleuchten Aspekte rassistischer Kriminalisierung und rufen zu Widerstand auf. Der Fokus liegt dabei auf Deutschland, aber auch Entwicklungen in Kanada und in Großbritannien werden einbezogen.

Herausgeber:
Herausgeber ist die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). KOP ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die sich seit 2002 für Betroffene rassistischer Polizeigewalt einsetzt. KOP organisiert einen Rechtshilfefonds, dokumentiert rassistische Polizeiübergriffe, begleitet Gerichtsprozesse und zeigt Präsenz auf der Straße.

 

edition assemblage                                               144 Seiten                                           9.80 Euro