Veranstaltungen

Veranstaltung: Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt

Peter Ullrich
Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt
Politik im Antisemitismus- und Erinnerungsdiskurs
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Linke Nahostdiskurse im Spannungsfeld von Erinnerungszwang und Erinnerungsabwehr.
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Immer wieder wird in Deutschland kontrovers diskutiert, ob, wann und warum israelkritische Positionen zum Nahostkonflikt nur kaschierter Antisemitismus seien. Peter Ullrich beleuchtet neue Perspektiven: Einerseits haben Lernprozesse der vergangenen Jahrzehnte dazu geführt, dass die linke Nahostdebatte in Deutschland heute komplexer und ausgewogener ist denn je. Andererseits bleiben doch die Gefahren für eine universalistische linke Position erkennbar. Immer wieder droht der Umschlag ins Partikulare, sei es in Form von Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit oder extremer Überidentifikation mit Konfliktakteuren. Aus wissenssoziologischer und diskursanalytischer Perspektive untersucht der Autor verschiedene Aspekte des deutschen Blicks auf den Nahostkonflikt.
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Buchladen Schwarze Risse
2.12.2013 / 20:00 Uhr
Gneisenaustr. 2a / Mehringhof
U Mehringdamm
Eintritt frei!

Buchpräsentation: Das Massaker von Marikana

Am 16. August 2012 wurden in Marikana, einer Platin Mine unweit der südafrikanischen Metropole Johannesburg, 34 Minenarbeiter, die im Streik für die Anhebung von Mindestlöhnen waren, von der Polizei ermordet. Der Mainstream der Massenmedien übernimmt daraufhin die Darstellung des Minenmanagements, der Polizei und des südafrikanischen Innenministeriums weitestgehend unkritisch: Die Streikenden werden darin kriminalisiert, es heißt, die Polizei habe aus Notwehr gehandelt. Das Massaker wird zu einer „Katastrophe“, zu einer „Tragödie“ naturalisiert und so zu einem scheinbar täter_innenlosen Schicksalsschlag deklariert. Ein Sprecher der Polizei lässt einige Tage nach dem Massaker, ganz in dieser Linie, verlautbaren: „This is not the time to blame, this is the time to mourn“ es sei eine Zeit der Trauer, nicht die Zeit für Beschuldigungen. Dieses Buch beschuldigt, es klagt an, es benennt Verantwortliche, es setzt den massenmedial vorherrschenden Bildern die bisher marginalisierte Sicht der Arbeiter_innen entgegen. 

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Weterlesen …

http://marikanabuch.files.wordpress.com/2013/11/buchpraesentation_schwarzerisse.pdf

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Montag, 25. November 

19:30 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a
U-Station Mehringdamm

Eintritt frei!

Lesung mit Christoph Assheuer: Felix Revolution. Roman

 

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Felix Guthammer, ein braver Junge aus dem Sauerland, will frei sein und Theater spielen. Doch im Aufruhr der frühen 1970 Jahre, in der Zeit sanfter Hippies, der freien Liebe, wilder Straßenproteste und der ersten Punks, findet sich sein Name plötzlich auf den Fahndungslisten wieder; als vermeintlicher RAF-Terrorist. Felix findet in England Unterschlupf. Mit falschen Papieren wandelt er eine Zeit lang auf dem schmalen Grat zwischen Stadtguerilla und staatlicher Repression, kehrt kurzzeitig nach Deutschland zurück, trifft auf andere Einzelkämpfer in der Illegalität. Mit einer Buddhistin, die nach Indien aufbricht, teilt er das Bett. Während des deutschen Herbstes reist er zu Freunden nach Prag, die sich trotz Gefängnis und Repression treu geblieben sind. Auf die Frage, „was ist revolutionär?“ gibt ihm das Leben paradoxe Antworten. Mit Felix‘ Revolution lässt Christoph Assheuer den unruhigen Geist der 1970er Jahre mitsamt den Widersprüchlichkeiten jener Zeit wieder ebendig werden. Der Roman ist eine Art Roadmovie über den Underground in Ost und West, über Solidarität und Exil, Idealismus und Wahnsinn. Eine rasante Erzählung über eine wilde Jugend in den 70er Jahren: freier Liebe, Politaktionen, Terror und Gegenwehr, Hippies und Punks in Berlin, London, Prag, Paris. Ein faszinierendes Portrait einer Epoche, die unser heutiges Lebensgefühl entscheidend mitgeprägt hat.

 

Freitag, 22. November 

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a
U-Station Mehringdamm

Eintritt frei!

„Basta Sfratti“ Infoveranstaltung am 8.November 2013


„Basta Sfratti!“ Infoveranstaltung über den Widerstand gegen
Zwangsräumungen in Turin.

Seit über zwei Jahren führen anarchistische Gefährt_innen in der italienischen Stadt Turin einen Kampf gegen Zwangsumzüge und für die Besetzungen von neuem Wohnraum. Ausgehend von einem offenen Plenum, wo Betroffene und solidarische Menschen sich auf Augenhöhe und jenseits jeglicher Vermittlung begegnen, wird der Widerstand zusammen geplant und unterschiedliche Wege der Selbstorganisierung erprobt. Durch die
gemeinsamen direkten Aktionen soll versucht werden ,einen Strich durch die
Pläne der Gerichtsvollzieher, der Stadtverwaltung und der Polizei zu ziehen.
Um mehr über die Möglichkeiten und Grenzen dieses Kampfes zu erfahren,
haben wir zwei Gefährt_innen aus Turin eingeladen. Durch einen Austausch
mit ihnen und ihren Bestrebungen wünschen wir uns  eine fruchtbare
Auseinandersetzung über neue Möglichkeiten, um auch hier die  Kämpfe gegen Zwangsräumungen und andere Unerträglichkeiten zu intensivieren.

Kommt alle!!

Freitag, den 8.11.2013

um 19:00 Uhr

SFE/Schule für Erwachsenenbildung

Gneisenaustrasse 2a/ U-station Mehringdamm

1.HH, 3.Etage

Eintritt frei!

Lesung mit Martin Sudermann aus seinem Roman „XXX“ am 15.11.2013

 

 XXX Ein Atomkraft-Krimi

Oktober 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen
begleiteten Atommüll-Transport wird die Leiche eines Demonstranten im
Wendland entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, soll in einem
Bach ertrunken sein. Seine Freunde glauben keine Sekunde
an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen nicht. Nach
der Beerdigung seines alten Genossen und Freundes beschließt
er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas? Recherchen erweisen, dass
Holger all die Jahre politisch aktiv war und sich mächtige
Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den
Energiekonzern WEAG, der an der Schwarzmeerküste in der Türkei im
Auftrag der türkischen Regierung ein Atomkraftwerk plant. Aber die
bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien.

Freitag, den 15.November 2013
20:00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2a
U-Station Mehringdamm

Eintritt frei

Martin Sudermann lebt in Köln, ist Autor und Aktivist in der linken
Bewegung. XXX ist sein zweiter Krimi, das Debüt »Mordsgeschäfte« mit dem
Ermittler Thomas Krüdewagen erschien 2012

www.martin-sudermann.de

Lesung „Das Brennglas“ am 30.10.2013

Petra Rosenberg liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg.
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Otto Rosenberg hat erst nach fünfzig Jahren die Kraft für dieses Buch gefunden. Ein überlebender deutscher Sinto erzählt von seinen Erinnerungen. Er klagt nicht an, rechnet nicht auf. Er berichtet, wie es gewesen ist.
Vor der Zeit des Nationalsozialismus waren Sinti und Roma eingebunden in das Berliner Stadtleben. Otto Rosenberg erzählt unbeschwerte Szenen aus seiner Kindheit in der Zeit vor der nationalsozialistischen Gesellschaftszersetzung. Er schildert in schlichten Worten, wie sich die braune Wolke erst nach und nach in das Alltagsleben der deutschen Sinti und Roma schob. 1936 wurde der neunjährige Otto Rosenberg als Sinto mit seiner Familie ins »Zigeunerlager« Marzahn zwangsumgesiedelt, dort von NS- »Rassenforschern« erfasst und 1943 nach Auschwitz deportiert, wo ein Großteil seiner Familie ermordet wurde.

Rosenberg selbst kam dann nach Buchenwald, Dora und Bergen-Belsen – und überlebte. Vom Weiterleben in Deutschland berichtet er erschütternd, einprägsam und lakonisch. Ein notwendiges, aktuelles Buch, angesichts des noch immer erschreckend gesellschaftsfähigen Antiziganismus.

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Buchladen Schwarze Risse
30.10.2013 / 20:00 Uhr
Gneisenaustr. 2a / Mehringhof
U Mehringdamm
Eintritt frei!
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Link zum Buch: http://www.wagenbach.de/buecher/titel/876-das-brennglas.html