Veranstaltungen

Buchvorstellung am 22. Oktober: Krise und Aufbruch in Spanien

„Krise und Aufbruch in Spanien: Mit Podemos zur demokratischen Revolution?“ Buchvorstellung und Diskussion mit Raul Zelik und Mario Candeias.

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Die ökonomische und soziale Krise in Spanien geht mittlerweile ins 7. Jahr. Seit dem Platzen der Immobilienblase 2009 sind 25% der spanischen Bevölkerung arbeitslos, Hunderttausende haben ihre Wohnungen verloren, das Lohnniveau ist deutlich gesunken. Gleichzeitig haben sich die öffentlichen Schulden durch die von Brüssel angeordnete Bankenrettung trotz massiver Sozialkürzungen verdreifacht. Und die Staatsparteien PP und PSOE werden von immer neuen Korruptionsskandalen erschüttert. Die Niederlage Syrizas in Griechenland hat die Hoffnungen auf einen Politikwechsel in Spanien schwinden lassen. Die Linksparteien Podemos und Izquierda Unida sind zerstritten, die Massenproteste, die das Land 2011 bis 2013 in Atem hielten, weitgehend abgeflaut. Trotzdem steckt das politische System nach wie vor in einer tiefen Krise. Bei den Kommunalwahlen im Mai haben alternative Linksbündnisse in fast allen Großstädten die Rathäuser erobert. Die größte Herausforderung für das Establishment ist zur Zeit die katalanische Unabhängigkeitsbewegung, die in den letzten Jahren nicht nur Millionen auf die Straße gebracht, sondern auch einen Linksruck in der katalanischen Gesellschaft in Gang gesetzt hat. Der Ausgang der politischen Krise ist nach wie vor offen. Ein Auseinanderfallen Spaniens ist durchaus möglich. Raul Zeliks neues Buch „Krise und Aufbruch in Spanien. Mit Podemos zur demokratischen Revolution?“ erörtert, inwiefern nicht nur die Wirtschaftskrise, sondern v.a. auch das Erbe des Franco-Diktatur die politischen Konflikte der Gegenwart prägen und ob ein demokratischer Bruch bevorsteht. Mario Candeias (Rosa-Luxemburg-Stiftung) hinterfragt diese Thesen und moderiert die Diskussion mit dem Publikum.

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22.Oktober 2015 um 20 Uhr
im Buchladen Schwarze Risse 
Gneisenaustr. 2a
U-Station Mehringdamm 

Hotlist der unabhängigen Verlage – Wahl – Wu Ming

 

 

 

                                                                                                                             Liebe Freundinnen und Freunde,

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der Roman „54“ des Autorenkollektivs Wu Ming ist unter den Kandidaten für die 10 besten Bücher aus unabhängigen Verlagen – wir freuen uns riesig!

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Hier geht’s zur Wahl: http://www.hotlist-online.com/wahllokal-polling/

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Der wundervolle Roman birst geradezu vor Geschichte und Geschichten, wahren und erfundenen Figuren. Immer wieder kreuzen sich die Bahnen von Schauspielern und Hochstaplern, kleinen und großen Gangstern, Idealisten und Zynikern. „54“ ist Liebesgeschichte, Mafiaroman, Spionagethriller und politische Debatte in einem. Natürlich könnt ihr auch einem anderen spannenden Kandidaten eure Stimme geben. Auch wenn politische Wahlen nichts ändern – hier könnt ihr  guten  Gewissens euer Häckchen setzen.


											

Buchvorstellung: Engagiert – resistent – bedroht

Handlungsspielräume und Perspektiven sozialer Bewegungen in Mittelamerika

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Buchvorstellung mit den Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner

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„Venceremos – Nicaragua libre“ Diese und ähnliche Parolen waren  bis in die Neunziger Jahre auch in Deutschland weit verbreitetes Symbol für die Solidarität mit den Befreiungsbewegungen in Mittelamerika, zu denen es eine breite Unterstützung in Deutschland gegeben hatte. Heute ist Mittelamerika aus dem Fokus der Wahrnehmung geraten, der Putsch in Honduras und die Regierung Ortega in Nicaragua sind Ausnahmen. Das abgeklungene Interesse spiegelt sich jedoch nicht in der Realität Zentralamerikas: Soziale Bewegungen sind in allen mittelamerikanischen Ländern sehr aktiv. Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme in Form einer Länderanalyse zu jedem der sieben Länder: Guatemala, Nicaragua, Honduras, Belize, Panama, Costa Rica und El Salvador an. Mehrere Themen, die für die sozialen Bewegungen relevant sind, werden in Artikeln oder im Rahmen der Länderanalysen reflektiert. Die Autorinnen Ina Hilse und Kirstin Büttner, seit langem in der Zentralamerika-Solidarität aktiv, stellen einige Aspekte aus dem Buch vor und freuen sich auf eine lebhafte Diskussion.

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Veranstalter: FDCL & Buchladen Schwarze Risse

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Dienstag 19. Mai 2015 20.00
Buchladen Schwarze Rissse
Gneisenaustrasse 2a / U Mehringdamm

Eintritt frei!

Buchvorstellung: Daniel Bensaïd – Walter Benjamin. Links des Möglichen

Die Übersetzerin Elfriede Müller und Kerstin Schoof stellen das Buch und seinen Autor dialogisch vor.

Der marxistische Philosoph und Aktivist Daniel Bensaïd (1946-2010) führt 1990 –  kurz nach dem Fall der Mauer –  einen fiktiven Dialog mit Walter Benjamin über das Verhältnis von jüdischem Messianismus und Revolution. Die Lektüre Benjamins durch Bensaïd bricht mit der orthodoxen philologischen Benjamin-Rezeption und stellt einen politischen Benjamin vor, der notwendige Ansatzpunkte zur Reformulierung eines revolutionären und strategischen Denkens in einer Periode der Niederlage liefert, als der Neoliberalismus zu triumphieren schien und unvorsichtigerweise das Ende der Geschichte verkündete.

Im Dialog mit Walter Benjamin fordert Bensaïd, sich dem jüdischen Messianismus und dem Ereignis zu öffnen, sich an die Besiegten der Geschichte zu wenden, um sie in die Kräfte der zukünftigen Revolution zu integrieren. Bensaïd ermuntert uns, auf den Moment zu lauern, wo die revolutionäre Abweichung möglich wird, und selbst zu revolutionären Wächtern zu werden.

Bensaïd gehörte in Frankreich zu den zentralen Personen der radikalen Linken. Er war ein Philosoph, der den Marxismus auf einer subjektivistischen Grundlage fortschrieb, und ein unermüdlicher Aktivist, der seit den Anfängen des Mai 68 bis zu seinen letzten Lebensmonaten an allen politischen und sozialen Auseinandersetzungen beteiligt war. Ebenso war er ein poetischer Schriftsteller, dessen Texte alle Genregrenzen durchbrechen. Er hinterlässt ein Werk von dreißig Bänden, von denen bisher wenig ins Deutsche übersetzt wurden. Darunter befinden sich philosophische Entwürfe, scharfsichtige Analysen und Gebrauchstexte für den politischen Alltag.

 

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustrasse 2a / U-Station Mehringdamm

24. April 2015 um 20:00 Uhr

Eintritt frei!

Lesung mit Michael Wildenhain am 10.März um 20:00

 

„Das Lächeln der Alligatoren“

 

Wieder einmal stellt Michael Wildenhain seinen neuesten Roman bei uns vor und stellt sich der Diskussion.

Sylt im Sommer. Gemeinsam mit seiner Mutter verbringt der knapp 15-jährige Matthias seine Ferien auf der Nordseeinsel. Dazu gedacht, den jüngeren Bruder Carsten zu besuchen, der in einem Heim lebt und mit niemandem spricht, nimmt der Urlaub eine unerwartete Wendung: Matthias lernt Marta kennen, die drei Jahre ältere Betreuerin des Bruders, und verliebt sich in sie … Er trifft sie Jahre später in Berlin wieder.

Der Roman handelt von der hochpolitisierten Zeit während der 70er-Jahre und hat Bezüge, die bis in die NS-Zeit reichen.

Wir freuen uns, dass der Autor mit diesem Roman auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse steht.

 

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustrasse 2a / U-Station Mehringdamm

10.März 2015  um 20:00 Uhr

Eintritt frei!

28.2.2015: Mobilisierungs-Versammlung: EZB-Eröffnung verhindern

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier eröffnen. Für den 185 Meter hohen Zwillingsturm, der mit seinem Sicherheitszaun und Burggraben einer Festung gleicht, wurde die schwindelerregende Summe von 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. Diese einschüchternde Architektur der Macht zeigt deutlich die Distanz zwischen den politischen und ökonomischen Eliten und den Menschen. Gegen dieses Symbol der Macht wollen tausende Menschen aus allen Ecken Europas ein Zeichen des Zusammenhalts setzen.

Die letzten 5 Jahre erleben wir in Europa eine absichtliche Zerstörung des Sozialen, eine zielgerichtete Verelendung, eine beschleunigte Konzentration von Reichtum und Macht und ein bewusstes Bedienen rassistischer Ressentiments. Ob Flüchtlinge, die ihr Leben riskieren, Prekarisierte, die mehr und mehr um ihre Existenz fürchten oder der Mittelstand, der mit seiner Sicherheit auch die letzte Illusion verliert – wir sind alle in unseren unterschiedlichen Realitäten betroffen. Es wird Zeit, uns unser Leben zurückzuholen und Gemeinschaft neu zu erfinden.

Es ist nötig, die lokalen Bewegungserfahrungen und Alltagskämpfe auf eine andere Ebene zu bringen, über das Nationale hinaus. Daher ist der Protest in Frankfurt die Gelegenheit, uns alle wiederzufinden im gemeinsamen Angriff auf die Einweihung des Sitzes der EZB, uns zu treffen und unsere Kräfte  zu vereinen.

Sie glauben, Ihre Rechnung ohne uns machen zu können – dabei verstehen sie nicht einmal, was wir damit meinen, dass wir uns nicht mehr fügen in ihre Welt fortwährender Selbstbewertung. Ihre Politik der Entwertung alles Lebendigen, der sozialen Verelendung und Zerstörung wird sich rächen. All die Demütigungen in Behördenfluren, die Hetzerei der Hamsterräder, die Scham, schon bald nicht mehr fit, jung und flexibel genug zu sein.

Mobilisierungs – Versammlung
EZB – Eröffnung verhindern
Samstag, 28. FEB. 2015 –  19:00 Uhr
Mehringhof – Versammlungsraum,  Gneisenaustr. 2a
mit Leuten aus verschiedenenen Bündnissen (u.a. Blockupy, M18, TOP-Berlin )