Folge #4

Folge #4

The Communist Road to Capitalism

Ralf Ruckus

 

Innerhalb der politischen Linken hier und anderswo tobt ein Streit:

Welche Position soll sie gegenüber China und der dortigen Kommunistischen Partei einnehmen? Ist das Land noch auf dem Weg in den Sozialismus? Herrscht dort Kapitalismus?

Wird dieser von der Partei kontrolliert? Ist die Partei bzw. China ein Bollwerk gegen den US-amerikanischen Imperialismus? Oder ist China selbst imperialistisch? Was ist mit der linken Opposition im Land?

Wie soll die Linke woanders auf die Unterdrückung linker Aktivist*innen, Feministinnen und Arbeiter*innenkämpfe in China reagieren? Oder sollten sich Aktivist*innen außerhalb Chinas etwa heraushalten?
Ralf Ruckus wird diesen Fragen nachgehen und sein Buch „The Communist Road to Capitalism. How Social Unrest and Containment Have Pushed China’s (R)evolution since 1949“ (PM Press, 2021) vorstellen.
Für die Entwicklung der Volksrepublik seit den 1950er Jahren waren seiner Meinung nach die Wellen sozialer und politischer Unruhen gefolgt von Gegenmaßnahmen des Parteiregimes entscheidend.
Aufgrund dieser Dynamik hat sich der heutige Kapitalismus in China herausgeschält – nicht trotz oder gegen, sondern wegen des vergangenen Sozialismus.

 

 

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Fördertöpfe und Schwein gehabt!

Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen (NEU)

# 15. überarbeitete und aktualisierte Auflage
# praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Projektmitarbeiter*innen, Gruppen und Initiativen
# mehr als 470 regionale, bundesweite und internationale Stiftungen und Förderquellen
# 60 neu hinzugekommene und 410 aktualisierte Einträge
# umfassendes Schlagwortregister
# für Demokratieförderung, Politischen Bildung, Projekte aus den Bereichen Kunst und Kultur, Projekte gegen soziale Benachteiligung, für Frauen, Geflüchtete und FLTI*, bei entwicklungspolitischen Vorhaben und für Klima- und Umweltschutzinitiativen.

Die sorgfältig recherchierten Hinweise auf ausgewählte Fördermöglichkeiten, die umfangreiche Link-Sammlung zu regionalen, thematischen und internationalen Förderdatenbanken, das detaillierte Schlagwortregister sowie die praktischen Tipps und Tricks zur Antragstellung, machen die Broschüre zu einem kompetenten Wegweiser durch den Förderdschungel.

Schwein gehabt - Förderpreise für zivilgesellschaftliche Aktivitäten (Neu)

# mehr als 200 landes- und bundesweit ausgeschriebene Förderpreise und Wettbewerbe
# für zivilgesellschaftliche, soziale und nachhaltige Projekte.
# umfassendes Schlagwortregister
# Preise für die Bereiche: Bildung, Jugend, Schule, Menschenrechte, Bürgerschaftliches Engagement, Inklusion und Migration

100 Jahre Rebellion – Patagonia Rebelde , Veranstaltung mit Adrián Moyano am 16.11.2021

Der Süden Argentiniens zu Beginn der 1920er Jahre:

Die Landarbeiter, zum großen Teil Mapuche, Tehuelche und Einwanderer aus Italien und Spanien, leben unter menschenunwürdigen Bedingungen und werden von größtenteils englischen Großgrundbesitzern ausgebeutet. Organisiert von anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften entwickelt sich 1921-22 eine Protest- und Streikwelle mit Landbesetzungen an zahlreichen Orten - ein Aufstand, der fast ganz Patagonien erfasst. Zur Niederschlagung des Aufstands schickt die Regierung drei Militäreinheiten, die mehr als 1.500 Arbeiter er-schießen, obwohl sie sich bereits ergeben hatten.

Die heute als „Patagonia rebelde“ oder „Patagonia trágica“ bekannten Ereignisse wurden 50 Jahre lang verschwiegen, bis der Historiker Osvaldo Bayer sie in Argentinien und weltweit bekannt machte. Sein Buch „Patagonia rebelde“ wurde Anfang der 70er Jahre in Argentinien ein Bestseller, dann aber für 10 Jahre verboten und während der Zeit der Militärdiktatur öffentlich verbrannt. Die Verfilmung erhielt 1974 bei der Berlinale den Silbernen Bären. Osvaldo Bayer wurde von Paramilitärs mit dem Tode bedroht und konnte nur mit Hilfe der deutschen Botschaft gerettet werden. Nach dem Ende der Militärdiktatur kehrte er aus dem Exil nach Argentinien zurück und arbeitete bis zu seinem Tod 2018 als Historiker, Journalist, Filmemacher und Menschenrechtsaktivist - von allen Demokraten und Linken als aufrechter Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung verehrt, aber von den Rechten bis zuletzt als anarchistische Hassfigur diffamiert.

Adrián Moyano, Mapuche-Aktivist und Co-Autor des von Osvaldo Bayer herausgegebenen Sammelbandes „Historia de la crueldad argentina“ beleuchtet in seinem Vortrag den Aufstand in Patagonien vor 100 Jahren, die Wirkungsgeschichte von „Patagonia rebelde“ sowie das Lebenswerk Osvaldo Bayers und spannt einen Bogen zu den heutigen Kämpfen der Mapuche und anderer marginalisierten Gruppen gegen Großgrundbesitz, Vertreibung durch Bergbauprojekte, Zerstörung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen der Landbevölkerung. So erscheint die Geschichte Patagoniens der letzten 100 Jahre nicht nur als eine Geschichte von Ausbeutung und Unterdrückung, sondern auch als eine seit 100 Jahren andauernde antikapitalistische Rebellion.

 

Dienstag, 16.11.2021

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustrasse 2a/Mehringhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!

Es gilt: geimpft,genesen,getestet,Maske im Laden!

(ein Mitschnitt des Vortrags wird als podcast auf unserer Seite erscheinen!)

 

 

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