Krieg sabotieren! Veranstaltung zu antimilitaristischen Handlungsperspektiven – mit Martin Kirsch von der IMI Tübingen und der Kampagne „Rheinmetall entwaffnen“

Krieg sabotieren! Veranstaltung zu antimilitaristischen Handlungsperspektiven - mit Martin Kirsch von der IMI Tübingen und der Kampagne „Rheinmetall entwaffnen“

Krieg sabotieren! Veranstaltung zu antimilitaristischen Handlungsperspektiven

mit Martin Kirsch von der IMI Tübingen und der Kampagne „Rheinmetall entwaffnen“

Für den Angriff der russischen Armee auf die Ukraine sind die politischen Eliten in Russland – in Kreml und Duma – verantwortlich. Daran gibt es wenig zu deuteln.
Entgegen einer Stimmung, die sich aktuell in der medialen Debatte breit macht, nimmt das die NATO, die EU und auch Deutschland aber nicht aus der Verantwortung, an der vorherigen Eskalation mit beteiligt gewesen zu sein.

Bereits in den letzten Wochen wurden NATO-Truppen in Nordost-, Zentral- und Südosteuropa deutlich aufgestockt, die bereits zuvor zu politischen Spannungen mit Russland geführt hatten. Seit dem spontan einberufenen NATO-Gipfel am 25. Februar 2022 wurde zudem die Eingreiftruppe des Bündnisses (NATO Response Force/ NRF) mit bis zu 40.000 Soldat*innen aktiviert – erstmals in ihrer Geschichte im Angesicht eines drohenden Krieges mit möglicher direkter Beteiligung der NATO. Auch diese Truppen werden sich vermutlich in den nächsten Wochen u.a. aus Spanien und Portugal Frankreich,Deutschland auf den Weg Richtung Osten machen.

Während die Bundesregierung 2018 noch mit dem Status Deutschlands als militärischer Drehscheibe bzw. Logistikknoten warb,wird der Status der BRD als Aufmarschgebiet jetzt real.

Am 24. Februar 2022 verkündete das Verteidigungsministerium dazu in einer Pressemittelung:
„Die Bundeswehr ist vorbereitet und erhöht derzeit weiter ihre Bereitschaft. Das bedeutet auch, dass die Bevölkerung gegebenenfalls in den nächsten Tagen mehr militärische Bewegungen im öffentlichen Raum wahrnehmen kann. Es kann auch zu Einschränkungen im Verkehrsbereich kommen,da Transportkapazitäten zu Lande, zu Wasser und in der Luft für militärische Zwecke vorgehalten werden müssen.“
Bereits 2019 hatte die Bundeswehr Verträge mit der Deutschen Bahn geschlossen, die militärischen Schienentransporten bei Aktivierung der NATO-Eingreiftruppen Vorrang vor zivilen Zügen einräumen.
„Deutsche Waffen, deutsches Geld……
Als größter Rüstungskonzern Deutschlands verdient sich Rheinmetall mit blutigen Waffengeschäften eine goldene Nase. Daran lassen sie ihre Aktionär*innen teilhaben: Zur Hauptversammlung am 10. Mai wird eine Rekordsumme von knapp 150 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet.
Die Initiative „Rheinmetall entwaffnen“ stellt das geplante Camp im September in Kassel vor!

Mittwoch, 1.Juni 20:00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2A
Metro-Station Mehringdamm

Kommt alle!

09.09.21 // Buchvorstellung „Die Kommunen vor der Kommune 1870/71“ mit Christopher Wimmer

Bereits vor der Pariser Kommune 1871 entwickelten sich in Städten wie Lyon, Marseille oder Le Creusot aufständische Bewegungen. Auch in etlichen anderen Orten kam es zu Erhebungen und wurden »Kommunen« ausgerufen.
»Die Kommunen vor der Kommune 1870/71« spürt den emanzipatorischen Praktiken der Kämpfe in der französischen Provinz ebenso nach wie den Aufständen in den Kolonien und den Kämpfen migrantischer Arbeiter*innen. Das Buch weitet den Blick von unten und zeichnet ein tieferes und genaueres Bild der Klassenkämpfe des 19. Jahrhunderts.

„[…] alleine schon, dass diese grundlegenden historischen Fakten in dem kleinen Band zusammengefasst und unterstrichen werden, macht ihn so wich g zu lesen. »Gesamturteil«: Unbedingt lesen!“ LabourNet, Die Tage der (vielen) Kommunen in Frankreich

 

09.09.2021 20 Uhr
Buchhandlung »Schwarze Risse«
Mehringhof (Gneisenaustr. 2a)
U-B h f. Mehringdamm
umsonst & draussen

Die Veranstaltung am 1.9.2021 „Wohnkonzerne enteignen“ wird in Absprache mit dem Herausgeber verschoben. Lest bis dahin das interessante und wichtige Buch!

Wie Deutsche Wohnen & Co ein Grundbedürfnis zu Profit machen 

 

Buchvorstellung mit dem Autor Philipp Metzger 

Moderation: Margot Tuzina

 

Wer die Veränderungen des Immobilienmarktes verstehen will, darf von der Finanzialisierung der letzten Jahrzehnte nicht schweigen. Philipp P. Metzger analysiert die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes und den Aufstieg der Wohnimmobilien-AGs, allen voran Deutsche Wohnen und Vonovia. Getrieben vom neoliberalen Irrglauben, dass der Markt alles regeln könne, wurde der soziale Wohnungsbau privatisiert und der Neubau eingestellt. Die ehemals öffentlichen Wohnungsgesellschaften wurden billig an Finanzakteure verscherbelt, gleichzeitig wurde unter dem Druck von Lobbyisten der Finanzmarkt liberalisiert.

Für die MieterInnen bedeutete diese Entwicklung explodie­rende Mieten, Wohnungsnot und Verdrängung. Darüber hinaus sind die neuen Wohnkonzerne auch gewerkschaftsfeindlich und begehen Tarifflucht. Aber die unkontrollierten Auswüchse der Spekulation am Wohnungsmarkt treffen vermehrt auf Widerstand. Überall im Bundesgebiet entstehen MieterInneninitiativen und Kampagnen. Selbst die Forderung nach Enteignung der großen Wohnkonzerne findet in breiten Teilen der Gesellschaft inzwischen Gehör. Metzger zeigt, warum die Misere am Wohnungsmarkt kein Zufall ist, sondern eine bewusste politische Entscheidung war – und in welche Richtung eine andere, demokratische und soziale Wohnpolitik gehen müsste.

In der zweiten Hälfte wird das Buch zum Sammelband und öffnet sich aktivistischen Positionen auf eine demokratische und soziale Wohnungspolitik. 

 

Mittwoch, 1.September 2021

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a/Mehringhöfe

Metro-Station Mehringdamm

open air!

Eintritt frei!

Micha Brumlik : Postkolonialer Antisemitismus ? am 26.8.2021/wichtiger Hinweis:

Buchvorstellung mit dem Autor

Moderation: Klaus Holz

Der ausgewiesene Autor zu jüdischen Themen mischt sich mit seinem neuen Buch in die nicht enden wollende Debatte ein, die durch die jüngsten Ereignisse in Israel/Palästina und deren Nachhall hierzulande neue Brisanz gewonnen hat: Ist es zulässig, Israel und den Zionismus – einschließlich der mehr als 50 Jahre währenden Besatzungsherrschaft im Westjordanland – als »kolonialistisch« zu bezeichnen und die Besatzungsherrschaft zur »Apartheid« und damit für rassistisch zu erklären? Er analysiert die Diskussionen, die mit der Ausladung des afrikanischen Philosophen Achille Mbembe wegen dessen vermeintlichem Antisemitismus von der Ruhrtriennale 2020 Fahrt aufgenommen hatte. Mit der Bewertung der palästinensischen BDS-Bewegung durch den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung wurde diese Diskussion, die nunmehr die politische Öffentlichkeit sowie die Feuilletons nicht nur der Leitmedien füllt, erneut befeuert.

 

 

am 26.8. 2021 um 19:30 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A /Metrostation Mehringdamm

 

open air/ Eintrit frei!

aktueller Hinweis:

In Anbetracht des heutigen Wetters wird die Veranstaltung ggfs. in 2 grosse Räume verlegt,

die mit Videokonferenz verbunden sind. D.h. , dass  bei grosser Beteiligung ein Teil der Leute

in einem separaten Raum sitzen und  die Veranstaltung mitkriegen kann.

Um Verunsicherungen wg.Covid zu vermeiden: wir setzen voraus,dass alle getestet-genesen-geimpft sind!

Bei schönem Wetter bleibt alles beim Alten!

 

 

Esther Bejarano: Erinnerungen

Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen rechts

 »Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein ganz großes Glück, ein unheimliches Glück.« Dies sagt eine Frau von sich, deren Eltern und Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden; die selbst die unfassliche Grausamkeit des Vernichtungslagers Auschwitz er- und überlebt hat: Esther Bejarano.

In ihren Erinnerungen, die hier erstmals in deutscher Fassung vollständig vorliegen, erzählt sie in ihrer einfachen Sprache, die das Ungeheuerliche umso eindringlicher hervorruft, von der Shoah, von großem Leid und Verlust. Doch enden die Aufzeichnungen hier nicht: Sichtbar wird auch Esther Bejaranos Kraft, die es ihr ermöglichte, nach diesen Erfahrungen weiterzuleben.

Seit mehr als dreißig Jahren ist sie eine Kämpferin gegen das Vergessen, die ihre Geschichte an Schulen erzählt und mit den Mitteln der Musik leidenschaftlich gegen jede Art von Intoleranz angeht.

Die Aufzeichnungen werden ergänzt durch ein Gespräch Esther Bejaranos mit der italienischen Journalistin Antonella Romeo. Mit einem Grußwort der Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler und einem Nachwort des italienischen Historikers Bruno Maida sowie einer sehr persönlichen Einlassung der Journalistin und Schauspielerin Peggy Parnass.

Die beigefügte DVD zeigt ein Interview mit Esther Bejarano und Ausschnitte eines gemeinsamen Konzerts mit der Rap-Gruppe Microphone Mafia (Regie: Elena Valsania).

Mit zahlreichen Fotos. Hardcover mit Schutzumschlag + DVD (Konzertmitschnitt und Interviews)

 

       Laika                                                        208 Seiten                                                                 17,00 €

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