Folge #7

Folge #7 Häuserkampf ist Frauen*kampf Feministische Perspektiven auf die Berliner Wohnungskrise

Folge #7

Häuserkampf ist Frauen*kampf Feministische Perspektiven auf die Berliner Wohnungskrise


 

Mitschnitt der Tagung/Konferenz >>Häuserkampf ist Frauen*kampf<< Feministische Perspektiven auf die Berliner Wohnungskrise. Reihe: Berlin von unten

In Berlin herrscht Wohnungskrise: Mietpreiserhöhungen, Verdrängungen und Mangel bestimmen für viele Menschen den Alltag. Mit dramatischen Auswirkungen auf das Leben in den Städten. Insbesondere für Frauen* und Queers. Die Benachteiligung von Frauen* ist tief in Städte wie Berlin eingeschrieben. Geschlechterverhältnis und die kapitalistische Trennung von Reproduktion und Produktion bestimmen Wohnen und Städte. Gentrifizierungsprozesse und Mietpreissteigerungen verstärken diese Missverhältnisse. Höchste Zeit, die Wohnungsfrage feministisch zu stellen!
Wie könnte also eine egalitäre, nicht-sexistische Stadt aussehen? Wie muss sich Wohnen verändern, um sich von patriarchalen Geschlechterverhältnissen zu emanzipieren?

 

 

Folge #6

Folge #6 »Und alles ist hier fremd« Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil

Folge #6

»Und alles ist hier fremd« Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil

Doris Hermanns

 

Schriftstellerinnen im Exil

Viele von ihnen fanden nach 1933 Zuflucht in Großbritannien: deutschsprachige und vorwiegend jüdische Schriftstellerinnen wie Veza Canetti, Hilde Spiel, Gabriele Tergit und Charlotte Wolff. Sie kamen anfangs aus Deutschland, später auch aus der Tschechoslowakei und aus Österreich. Einige von ihnen waren bereits berühmt, andere standen erst am Anfang einer möglichen – aber jäh abgebrochenen – Karriere oder fingen erst im Exil zu schreiben an.

Doris Hermanns widmet sich in ihrem Buch den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Autorinnen im britischen Exil zwischen 1933 und 1945 und entdeckt dabei auch Autorinnen, die von der Literaturgeschichte ignoriert werden, weil sie ihre Bücher auf Englisch schrieben. Sie fragt nach der Rolle von Herkunft und Sprache für das Leben im Exil und für die Identität als Schriftstellerin, beleuchtet Netzwerke und Veröffentlichungsmöglichkeiten und gibt aufschlussreiche Einblicke in historische und soziale Zusammenhänge. Sie zeigt, dass der Kreis gar nicht so klein war, wie man vermuten könnte, und macht deutlich, wie aktuell diese Fragestellungen immer noch und wieder sind.

Schriftstellerinnen im britischen Exil:

Veza Canetti
Elisabeth Castonier
Annette Eick
Anna Gmeyner
Henriette Hardenberg
Mela Hartwig
Anna Maria Jokl
Joe Lederer
Erna Pinner
Hilde Spiel
Gabriele Tergit
Martina Wied
Charlotte Wolff
Hermynia Zur Mühlen

Lesung im Rahmen der Linken Buchtage

 

 

Folge #5

Folge #5 Markt zerfrisst Gesundheitswesen! – Stimmen aus einem zornigen Bereich

Folge #5

Markt zerfrisst Gesundheitswesen! – Stimmen aus einem zornigen Bereich

Klaus Dallmer

 

KollegInnen aus den Krankenhäusern, GewerkschafterInnen und Mitglieder der Bündnisse gegen die Profite mit der Gesundheit berichten aus ihren Arbeitsbereichen. Sie geben einen tiefen Einblick in haarsträubende Zustände, zu denen die Unterwerfung des Gesundheitswesens unter die Marktzwänge geführt hat. Personalnot, Lohndumping, Tempozwang und Operationenwettlauf schnüren der Gesundheit von Personal und Patienten die Luft ab. Zentraler Hebel zur Durchsetzung des ökonomischen Drucks ist die Finanzierung über Fallpauschalen. Corona hat uns die Zustände in den Krankenhäusern wie unter einer Lupe gezeigt.
Die Beschäftigten des Gesundheitswesens haben vor einigen Jahren begonnen, sich massiv zu wehren. Volksentscheide gegen Gewinnprinzip und Personalnot sind trotz großer Zustimmung gestoppt worden. Die Beschäftigten und Teile der Öffentlichkeit nehmen neuen Anlauf, eine Befreiung der Gesundheit vom Profit durchzusetzen.

Veranstaltungsaufzeichnung im Rahmen der Linken Buchtage

 

 

Folge #4

Folge #4 The Communist Road to Capitalism

Folge #4

The Communist Road to Capitalism

Ralf Ruckus

 

Innerhalb der politischen Linken hier und anderswo tobt ein Streit:

Welche Position soll sie gegenüber China und der dortigen Kommunistischen Partei einnehmen? Ist das Land noch auf dem Weg in den Sozialismus? Herrscht dort Kapitalismus?

Wird dieser von der Partei kontrolliert? Ist die Partei bzw. China ein Bollwerk gegen den US-amerikanischen Imperialismus? Oder ist China selbst imperialistisch? Was ist mit der linken Opposition im Land?

Wie soll die Linke woanders auf die Unterdrückung linker Aktivist*innen, Feministinnen und Arbeiter*innenkämpfe in China reagieren? Oder sollten sich Aktivist*innen außerhalb Chinas etwa heraushalten?
Ralf Ruckus wird diesen Fragen nachgehen und sein Buch „The Communist Road to Capitalism. How Social Unrest and Containment Have Pushed China’s (R)evolution since 1949“ (PM Press, 2021) vorstellen.
Für die Entwicklung der Volksrepublik seit den 1950er Jahren waren seiner Meinung nach die Wellen sozialer und politischer Unruhen gefolgt von Gegenmaßnahmen des Parteiregimes entscheidend.
Aufgrund dieser Dynamik hat sich der heutige Kapitalismus in China herausgeschält – nicht trotz oder gegen, sondern wegen des vergangenen Sozialismus.

 

 

Podcast-feed

Wir empfehlen für mobile Geräte die app AntennaPod um unseren feed zu abonnieren - so verpasst Ihr dann auch keine neuen Folgen, die regelmäßig unregelmäßig veröffentlicht werden. Die app gibts in den verschiedenen App-Stores eurer Wahl. Um unseren feed direkt zu abonnieren wischt Ihr einfach von der linken Seite des Bildschirms, sodass sich das Hauptmenü öffnet. Danach auf "+ Podcast hinzufügen". Im unteren Bereich "Fortgeschritten" auf "Podcast über RSS-Adresse hinzufügen" und dann den feed eingeben oder reinkopieren:

https://schwarzerisse.de/feed/podcast

Ihr findet uns aber auch bei spotify...

Unseren newsletter könnt Ihr hier abonnieren.

Folge #3

Folge #3 Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau

Folge #3

Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau

Andrej Holm, Ulrike Hamann, Sandy Kaltenborn

 

Die Wohnungsfrage ist seit einiger Zeit zurück im gesellschaftlichen Diskurs: die Frage nach einer Wohnraumversorgung für diejenigen, die durch einen boomenden Immobilienmarkt nichts gewinnen. Dazu gehören auch die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Den Forderungen nach einem Mehr an Sozialem Wohnungsbau wird aber nur bedingt nachgekommen: Der Neubau wiegt die Zahl der durch den Ablauf der Bindungen verloren gehenden Sozialwohnungen nicht auf. Doch taugt das Fördersystem des Sozialen Wohnungsbaus überhaupt dazu, langfristig niedrige Mieten zu garantieren?
Dieses Heft räumt mit Missverständnissen auf und erklärt, warum der Soziale Wohnungsbau in seiner bundesdeutschen und Berliner Ausprägung eine Legende ist. Statt einer nachhaltigen Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte ging es bisher vor allem um Wirtschaftsförderung und private Eigentumsbildung. Grund genug, sich mit dem Prinzip des Sozialen Wohnungsbaus und der Schwierigkeit, diesen zu reformieren, auseinanderzusetzen.
Die dritte, überarbeitete Auflage der Legende vom Sozialen Wohnungsbau bietet neben aktualisierten Zahlen und Inhalten im Text von Andrej Holm eine zusätzliche Einführung der Herausgeber*innen Ulrike Hamann und Sandy Kaltenborn, welche die mietenpolitischen Veränderungen der letzten Jahre in Berlin reflektiert.

128 Seiten, zahlr. Abbildungen, mit Fotografien u.a. von Jürgen Henschel und Steffen Osterkamp