Veranstaltungen

Buchpräsentation und Gespräch mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm am Mittwoch, 27. Oktober 2021

Die Wohnungsfrage ist seit einiger Zeit zurück im gesellschaftlichen Diskurs: die Frage nach einer Wohnraumversorgung für diejenigen,

die durch einen boomenden Immobilienmarkt nichts gewinnen. Den Forderungen nach einem Mehr an Sozialem Wohnungsbau wird aber nur bedingt nachgekommen.

Der Neubau wiegt die Zahl der durch den Ablauf der Bindungen verloren gehenden Sozialwohnungen nicht auf. Doch taugt das Fördersystem des

Sozialen Wohnungsbaus überhaupt dazu, langfristig niedrige Mieten zu garantieren?

Die überarbeitete Neuauflage des Berliner Hefts zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #2 Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau räumt mit Missverständnissen auf

und erklärt, warum der Soziale Wohnungsbau in seiner bundesdeutschen und Berliner Ausprägung eine Legende ist.

Statt einer nachhaltigen Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte ging es bisher vor allem um Wirtschaftsförderung und private Eigentumsbildung.

Bei der Diskussion mit Andrej Holm wird es auch um die letzten Entwicklungen und Perspektiven von Deutsche Wohnen & Co. enteignen gehen.

 

 

Mittwoch, 27. Oktober 2021

um 20:00Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

metro-station Mehringdamm

 

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #2

Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau

Andrej Holm, Ulrike Hamann, Sandy Kaltenborn

 

Buchvorstellung mit Ralf Ruckus: The communist road to capitalism am 5.11.2021

Innerhalb der politischen Linken hier und anderswo tobt ein Streit:

Welche Position soll sie gegenüber China und der dortigen Kommunistischen Partei
einnehmen? Ist das Land noch auf dem Weg in den Sozialismus? Herrscht dort Kapitalismus?

Wird dieser von der Partei kontrolliert? Ist die Partei bzw. China ein Bollwerk gegen den US-amerikanischen
Imperialismus? Oder ist China selbst imperialistisch? Was ist mit der linken Opposition im Land?

Wie soll die Linke woanders auf die Unterdrückung linker Aktivist*innen, Feministinnen und Ar-
beiter*innenkämpfe in China reagieren? Oder sollten sich Aktivist*innen außerhalb Chinas etwa heraushalten?
Ralf Ruckus wird diesen Fragen nachgehen und sein Buch

„The Communist Road to Capitalism.
How Social Unrest and Containment Have Pushed China’s (R)evolution since 1949“ (PM Press, 2021)
vorstellen.
Für die Entwicklung der Volksrepublik seit den 1950er Jahren waren seiner Meinung nach die Wellen
sozialer und politischer Unruhen gefolgt von Gegenmaßnahmen des Parteiregimes entscheidend.
Aufgrund dieser Dynamik hat sich der heutige Kapitalismus in China herausgeschält – nicht trotz
oder gegen, sondern wegen des vergangenen Sozialismus.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Falls nötig, wird es eine englische Übersetzung geben.

 

05.11.2021 20.00 Uhr
Buchhandlung »Schwarze Risse«
Gneisenaustr. 2a,

U-Bhf. Mehring

Eintritt frei!

 

Die Veranstaltung am 1.9.2021 „Wohnkonzerne enteignen“ wird in Absprache mit dem Herausgeber verschoben. Lest bis dahin das interessante und wichtige Buch!

Wie Deutsche Wohnen & Co ein Grundbedürfnis zu Profit machen 

 

Buchvorstellung mit dem Autor Philipp Metzger 

Moderation: Margot Tuzina

 

Wer die Veränderungen des Immobilienmarktes verstehen will, darf von der Finanzialisierung der letzten Jahrzehnte nicht schweigen. Philipp P. Metzger analysiert die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes und den Aufstieg der Wohnimmobilien-AGs, allen voran Deutsche Wohnen und Vonovia. Getrieben vom neoliberalen Irrglauben, dass der Markt alles regeln könne, wurde der soziale Wohnungsbau privatisiert und der Neubau eingestellt. Die ehemals öffentlichen Wohnungsgesellschaften wurden billig an Finanzakteure verscherbelt, gleichzeitig wurde unter dem Druck von Lobbyisten der Finanzmarkt liberalisiert.

Für die MieterInnen bedeutete diese Entwicklung explodie­rende Mieten, Wohnungsnot und Verdrängung. Darüber hinaus sind die neuen Wohnkonzerne auch gewerkschaftsfeindlich und begehen Tarifflucht. Aber die unkontrollierten Auswüchse der Spekulation am Wohnungsmarkt treffen vermehrt auf Widerstand. Überall im Bundesgebiet entstehen MieterInneninitiativen und Kampagnen. Selbst die Forderung nach Enteignung der großen Wohnkonzerne findet in breiten Teilen der Gesellschaft inzwischen Gehör. Metzger zeigt, warum die Misere am Wohnungsmarkt kein Zufall ist, sondern eine bewusste politische Entscheidung war – und in welche Richtung eine andere, demokratische und soziale Wohnpolitik gehen müsste.

In der zweiten Hälfte wird das Buch zum Sammelband und öffnet sich aktivistischen Positionen auf eine demokratische und soziale Wohnungspolitik. 

 

Mittwoch, 1.September 2021

20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a/Mehringhöfe

Metro-Station Mehringdamm

open air!

Eintritt frei!

Micha Brumlik : Postkolonialer Antisemitismus ? am 26.8.2021/wichtiger Hinweis:

Buchvorstellung mit dem Autor

Moderation: Klaus Holz

Der ausgewiesene Autor zu jüdischen Themen mischt sich mit seinem neuen Buch in die nicht enden wollende Debatte ein, die durch die jüngsten Ereignisse in Israel/Palästina und deren Nachhall hierzulande neue Brisanz gewonnen hat: Ist es zulässig, Israel und den Zionismus – einschließlich der mehr als 50 Jahre währenden Besatzungsherrschaft im Westjordanland – als »kolonialistisch« zu bezeichnen und die Besatzungsherrschaft zur »Apartheid« und damit für rassistisch zu erklären? Er analysiert die Diskussionen, die mit der Ausladung des afrikanischen Philosophen Achille Mbembe wegen dessen vermeintlichem Antisemitismus von der Ruhrtriennale 2020 Fahrt aufgenommen hatte. Mit der Bewertung der palästinensischen BDS-Bewegung durch den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung wurde diese Diskussion, die nunmehr die politische Öffentlichkeit sowie die Feuilletons nicht nur der Leitmedien füllt, erneut befeuert.

 

 

am 26.8. 2021 um 19:30 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A /Metrostation Mehringdamm

 

open air/ Eintrit frei!

aktueller Hinweis:

In Anbetracht des heutigen Wetters wird die Veranstaltung ggfs. in 2 grosse Räume verlegt,

die mit Videokonferenz verbunden sind. D.h. , dass  bei grosser Beteiligung ein Teil der Leute

in einem separaten Raum sitzen und  die Veranstaltung mitkriegen kann.

Um Verunsicherungen wg.Covid zu vermeiden: wir setzen voraus,dass alle getestet-genesen-geimpft sind!

Bei schönem Wetter bleibt alles beim Alten!

 

 

BOOKRELEASE: Als wir einmal fast erfolgreich waren – Tom Schmieder 09.07.21 // 20:ooUhr

Ein Roman über Bullen. Bier. Und lange Nächte. Und Berlin.

Westberlin. Spätherbst 1979. Wie kam eigentlich der Hundekot in das Schlafzimmer des Staatsanwalts? Wer ist dieser Jonas? Und was ist eigentlich in der verdammten Plastiktüte drin?

Langzeitstudent Mark nimmt die Leser:innen mit durch verrauchte Kneipenabende, revolutionäre Aktionen und den persönlichen Kampf gegen Bedeutungslosigkeit. Mit Kumpel Kraschno teilt er nicht nur die innere Überzeugung, sondern plant auch unermüdlich den nächsten Schlag gegen das ‹Schweinesystem›. Neuestes Projekt: Operation Band 16!

 

Roman, 527 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-945491-12-6, 18,95€

Anatole Dolgoff: Links der Linken. 07.07.21 // 20:oo Uhr

 

Anatole Dolgoff: Links der Linken.
Sam Dolgoff und die radikale US-Arbeiterbewegung
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2021

 

Buchvorstellung durch Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution)

 

Es gab und gibt in den USA eine andere als die reaktionäre Arbeitergewerkschaft AFL-CIO, zuletzt Hauptstütze Trumps und der Republikanischen Partei, nämlich die anarchistisch-unionistische Gewerkschaft der Industrial Workers of the World (IWW) mit ihren weltweit vertretenen Sektionen. Das Buch „Links der Linken“ über Sam Dolgoff (1902-1990), geschrieben von seinem Sohn Anatole Dolgoff, ist nicht nur die Biografie eines der wichtigsten und aktivsten IWW-Aktivisten, sondern erzählt die Geschichte eines gesamten Jahrhunderts ebenso unbekannter, vergessener wie radikaler Arbeiter*innenkämpfe in den USA des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts.

Sam Dolgoff (1902–1990) war Malerarbeiter und Mit-
glied der Industrial Workers of the World (IWW), auch
Wobblies genannt, von den frühen 1920er-Jahren bis zu
seinem Tod. Zusammen mit seiner Ehefrau, Esther Dolgoff, stand
er im Zentrum des US-amerikanischen Anarchismus, insbeson­dere
des Anarchosyndikalismus. Ihr Sohn, Anatole Dolgoff, zeichnet
nicht nur Sam Dolgoffs Leben nach, sondern schreibt gleichzeitig
eine leidenschaftliche, lebendige und unterhaltsame Geschichte
der radikalen Arbeiterbewegung in den USA des 20. Jahrhunderts.
Er berichtet außerdem von gesellschaftspolitischen Ereignissen
in der zweiten ­Hälfte des 20. Jahrhunderts, die er im Milieu der
Wobblies sowie im jüdisch geprägten Milieu der aus der Immigra-
tion kommenden Arbeiter*innen New Yorks unmittelbar erlebte.
Sein Buch erzählt von der Macht der Nachbarschafts-Solidarität
unter den Arbeiter*innen, aber auch von proletarischen und kultu-
rellen Spaltungslinien.

 

 

Anatole Dolgoff, geboren 1937, ist der Sohn der bekannten US-Anar­­-
chis­t*in­­­nen Sam und Esther Dolgoff. Er wurde in das Milieu der Wobblies,
der Industrial Workers of the World (IWW), hineingeboren und von Anar­
chist*innen groß­gezogen. Anatole Dolgoff arbeitete lange als Assistenz-
professor für Physik an der New Yorker City University und danach als
Professor für Geologie am New Yorker Pratt Institute.

 

Verlag Graswurzelrevolution

426 Seiten

24,90 EU