Veranstaltungen

„feindlich-negative Elemente …“ Repression gegen Linke und emanzipatorische Bewegungen in der DDR

Es diskutieren: Bernd Gehrke, Renate Hürtgen (Herausgeber*innen), Anne Seeck, Markus Mohr, Christoph Jünke (Autor*innen)

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Anfang 2019 hatte sich die Redaktion der „Roten Hilfe“-Zeitung endlich dazu durchgerungen, eine Sondernummer zum Thema „Repression gegen linke Oppositionelle in der DDR“ herauszugeben. Obwohl die meisten Beiträge mehr als vorsichtige Versuche waren, die Repression in der DDR aufzuarbeiten, andere Beiträge abgelehnt worden sind, sah sich die Redaktion einem Shitstorm nicht nur aus den Reihen der DKP ausgesetzt, in dem ganz unverhohlen in stalinistischer Manier die Repression in der DDR geleugnet wurde. Die Beiträge der hier vorzustellenden Broschüre sind zum einen eine Reaktion auf diese philo-stalinistischen Anwürfe, zum anderen auf die unter Linken immer noch weit verbreitete Relativierung des Charakters der DDR als eines diktatorischen Parteienstaates, in dem von Beginn seiner Existenz an, wenn auch in sich wandelnden Formen, Repression gegen Linke und emanzipatorische Bewegungen geübt wurde. In acht Beiträgen werden historische Abschnitte, Einzelbeispiele oder Überblicksdarstellungen geliefert, die alle deutlich machen können, dass Repression in der DDR ein fester Bestandteil dieses Herrschaftssystems war.

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Mitveranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung

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Samstag, 29. Februar 2020 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-station Mehringdamm

Eintritt frei!

Lesung: Raul Zelik – Die Linke im Baskenland. Eine Einführung

Lange Jahre wurde die baskische Unabhängigkeitsbewegung vor allem mit den Anschlägen der ETA in Verbindung gebracht. Doch das Baskenland ist seit Ende der 1970er Jahre auch die Region mit den meisten sozialen Kämpfen in Europa. Fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wurden von den Organisationsbemühungen baskischer Linken erfasst: Ein dichtes Netz von Gewerkschaften, Frauenorganisationen, Genossenschaften, Jugendbewegungen, Subkulturen, Umweltgruppen, internationalistischen und antirassistischen Netzwerken waren Ausdruck dieser hegemoniepolitischen Bemühungen. Besonders bemerkenswert ist dabei die Verankerung der politischen und sozialen Organisationen der Linken im kulturellen Leben. Im Baskenland wurden der Aufbau von sozialen Zentren und FolkloregGruppen, die Solidarität mit politischen Gefangenen und das Dorf­ oder Stadtteilfest, die Verteidigung der baskischen Sprache und die Solidarität mit Einwanderer*innen nie als Widerspruch begriffen. Die Linke im Baskenland zeichnet nach, was die Organisati­onen der baskischen Unabhängigkeitsbewegung von der spanischen oder französischen Linken unterscheidet, warum sie eine breite soziale Verankerung erreicht hat und wie sie außerparlamentarische Kämpfe und institutionelle Politik seit über 40 Jahren miteinander kombiniert.

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Freitag, 21. Februar 2020 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-station Mehringdamm

Eintritt frei!

Fire to Colonization – Anarchistische Beteiligung an Anti-Kolonialen Kämpfen in ‚Kanada‘

 

Fire to Colonization

Anarchistische Beteiligung an Anti-Kolonialen Kämpfen in ‚Kanada‘

Die Gründung des kanadischen Staates basiert auf einem mörderischen Krieg an Indigenen Gruppen – dieser Krieg hält immer noch an. Im Zuge dieser Veranstaltung soll der Blick auf inspirierende Momente Indigenen Widerstands innerhalb der letzten Jahrzehnte gegen den Kanadischen Staat gelenkt werden, darunter auch einige aufständische Momente in territorialen Verteidigungskämpfen, an denen Anarchist_innen beteiligt waren.

„Denkt daran, dass eine Zukunft, in der Gerechtigkeit für Indigene Communities existiert, nicht alleine dadurch entsteht solidarisch mit deren Kämpfen zu sein. Vielmehr bedarf es einer Haltung im Altag. Und das ohne in ihrem Namen zu sprechen. Sei Aufmerksam.! Und kreativ! Und wo immer es möglich erscheint, arbeite daran , den Kanadischen Staat zu unterminieren und ihn anzugreifen. Das bedeutet an der Dekolonialisierung zu arbeiten. Und auf diese Art wirst Du auch Deiner eigenen Befreiung begegnen. Es handelt sich um Deine Regierung, nicht ihre. Und es sollte nicht ihre Aufgabe sein ,sie zu Fall zu bringen.“

– Autonomously and with Conviction: A Metis Refusal of State-Led Reconciliation

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden, Flüsterübersetzung wird vor Ort organisiert, falls Bedarf besteht.

 

Mittwoch, den 19. Februar um 20:00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2a/Mehringhof
Metro-Station Mehringdamm

 

Eintritt frei!

Romanlesung: „Die Aktivistin“ und Gespräch am 12 . Februar

Vertreibung, Korruption und Intrigen in Honduras.

Die politische Aktivistin Yessica López, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna einsetzt, ist verschwunden und niemand in ihrem Heimatort Triunfo in Honduras will darüber reden. Der deutsche Entwicklungshelfer Ulrich, der seiner ehemaligen Geliebten einen Überraschungsbesuch abstatten wollte, kann kaum glauben, wie sehr sich die Region verändert hat. Die honduranische Regierung hat das Gebiet zu einer Sonderentwicklungszone erklärt. Verwaltet wird diese von einem internationalen Expertenkomitee, das die Einheimischen zum Verkauf ihrer Grundstücke zwingt. Die Interessen des Komitees sind undurchsichtig, seine Macht absolut.

Der Roman spielt vor dem Hintergrund der realen politischen Verhältnisse in Honduras, wozu die Vertreibung indigener Gemeinden, die Einrichtung von Sonderentwicklungszonen, Korruption in fast allen öffentlichen Institutionen sowie enge Verflechtungen zwischen Poltiker*innen und Drogenhändler*innen zählen.

Jutta Blume ist freie Journalistin und Autorin in Berlin und aktiv in der Honduras Delegation und im Menschenrechtskollektiv CADEHO. Sie hat mehrfach an politischen Delegationsreisen nach Honduras teilgenommen.

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Mitveranstalter: fdcl / Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika

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Mittwoch, 12.Februar 2020 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-station Mehringdamm

Eintritt frei!

Frankreich: Wird Gelb das neue Rot ? Diskussion mit Willi Hajek(Marseille)

Ein Jahr lang haben die Gelbwesten landesweit mit verschiedensten Aktionen und überraschenden

Einfällen das Macron-Regime in Frankreich herausgefordert.

Bis heute steht die Forderung »Macron muss zurücktreten«.

Trotz brutalster Polizeieinsätze, juristischer Verfolgung,

schwerster Verletzungen und scharfer Kritik in der Presse existieren sie immer noch und sind weiter-

hin mutig und handlungsbereit im Kampf für soziale Gleichheit und eine neue demokratische Organisation der Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Armen und der Mehrheit orientiert.

Verändert hat sich in dieser Zeit auch das Verhältnis zu den gewerkschaftlichen und anderen sozialen Bewegungen wie etwa der ökologischen  Bewegung. Es findet ein realer Annäherungsprozess mit gemeinsamen

solidarischen Aktionen statt. Auch viele Medienschaffende, Künstler*innen, Anwält*innen und

Abgeordnet*innen des rebellischen Frankreichs (France insoumise) in der Nationalversammlung stehen

an Ihrer Seite.

Gleichzeitig wird die von der Macron-Regierung beabsichtigte Rentenkürzung durch die Gewerkschaften bestreikt. Die Streiks, die mittlerweile länger andauern als im Pariser Mai 68, werden über die Kraft der Wider-

standsbewegung in den nächsten Jahren entscheiden. Wesentlich wird dabei die Frage nach der Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen sein .

 

Willi Hajek lebt seit langem in Frankreich und arbeitet eng mit sozialen Bewegungen und Gewerkschaften

zusammen. Veröffentlichung (als Hg.): »Gelb ist das neue Rot« (Die Buchmacherei, 2020).

 

 

Dienstag, 4.Februar 2020 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2A/Mehringhof

Metro-station Mehringdamm

Eintritt frei!

Buchvorstellung & Gespräch: Die Welt sind wir – Buen Vivir und die Verteidigung von Lebensräumen in Mesoamerika

Über ein Jahr tauschte sich die Karawane Mesoamerika für das Buen Vivir der Menschen im Widerstand mit 17 zumeist indigenen Gemeinden aus, die ihre natürlichen Gemeingüter gegen Monokultur, Wasserkraft-, Windkraft- oder Bergbauprojekte verteidigen.

Sie dokumentierten Konflikte, Widerstands- und Lebensformen der Gemeinden und teilten praktische Erfahrungen in den Bereichen kommunitäre Medien, sachgerechte Technologien, kritische Kartografie, biologische Landwirtschaft…

Zwei Jahre nach ihrer Rückkehr haben sie ein Buch herausgebracht, das Interviews, Recherchen, Reflexionen seitens der caravanerxs, Infografiken, kunstvolle Illustrationen und praktische Anleitungen zu einem lebendigen und reichhaltigen Sammelband von Erfahrungen vereint. Eine der Mitautor*innen wird vor Ort sein und das Buch anhand von Auszügen, Videos und Anekdoten vorstellen.

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Donnerstag, den 23. Januar 2020 

20:00 UhrBuchladen Schwarze Risse

veranstaltet von Schwarze Risse & FDCL

Gneisenaustr. 2a/ Mehringhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!